25.10.14

Greifbare Erinnerungen: Bilder für Blinde aus dem 3D-Drucker

Unsere Welt basiert stark auf unserer visuellen Wahrnehmung, Computer und Touchscreen-Bildschirme, die man heute überall findet, tragen dazu ihren Teil bei. Problematisch ist das für Menschen, die nicht oder nicht richtig sehen können. Doch ein Unternehmen aus Singapur kann Abhilfe schaffen – durch 3D-Drucker. Wer heute in der eigenen Erinnerung schwelgen möchte, kann sich alte Fotos oder Filme ansehen, um zu sehen, wie schön und besser damals alles war. Doch für blinde Menschen bietet sich diese Option nicht, sie sind in dieser Welt auf das Hören und Fühlen angewiesen – was sich bei Fotos kaum machen lässt. Die Firma PIRATED3D aus Singapur hat dazu einen kreativen Versuch unternommen. Fünf Menschen mit Sehbehinderung wurden über einen persönlichen Moment in ihrem Leben befragt, der ihnen wichtig ist. Die Antworten reichten von Momenten aus der Kindheit über Plattencover bis hin zu einer einzelnen Filmaufnahme eines jetzt erblindeten Fotografen. PIRATE3D hat dann mit Hilfe einer Software und eines 3D-Druckers die geschilderten Szenen nachgedruckt, um den fünf blinden Menschen einmal die Chance zu geben, in ihren Erinnerungen zu schwelgen. Zwar diente die Aktion als Werbung für einen neuen Drucker des Unternehmens, zeigt aber gleichzeitig auch die Möglichkeiten, die sich bieten, um Menschen mit Sehbehinderung zu unterstützen.

Quelle: www.trendsderzukunft.de, Stand: 25.10.14


24.10.14

Japanischer Informatiker benutzt 3D-Drucker um Pflanzen zu drucken

Yuichiro Takeuchi, ein japanischer Informatiker aus Tokio der in den Sony Computer Science Laboratories arbeitet, hat einen interessanten Weg gefunden wie man mit einem 3D-Drucker Pflanzen drucken kann. Genauer gesagt druckt man keine Pflanzen, sondern ein kleines Blumenbeet und setzt dabei Samen ein. So kann man dieses Beet in den verschiedensten Formen gestalten. Anstatt Erde wird hier ein anorganisches Substrat verwendet, welches die benötigten Stoffe beinhaltet. Für das Projekt hat Takeuchi einen FDM-3D-Drucker umgebaut. Statt Kunststoff Filament wird ein Garn extrudiert. Wenn dies erledigt ist, bekommt der Drucker einen Aufsatz, mit welchem das Saatgut in den Garn eingearbeitet wird. Derzeit können mit Takeuchis umgebauten 3D-Drucker nur kleine Pflanzen wie Kräuter oder Brunnenkresse angebaut werden, aber in Zukunft plant der Informatiker eine größere Version des Druckers zu entwickeln.

Quelle: 3druck.com, Stand: 25.10.14


23.10.14

Zwei Jahre Haft für Japaner, der Waffen ausdruckte

Ein Japaner muss ins Gefängnis, weil er zwei Schusswaffen mit einem 3D-Drucker anfertigte und ein Video des Zusammenbaus online stellte. Nachahmer hält die harte Strafe jedoch nicht ab – im Gegenteil. Dreieinhalb Minuten Video haben den Japaner Yoshitomo Imura für zwei Jahre ins Gefängnis gebracht. Der ehemalige Universitätsmitarbeiter hatte zwei Schusswaffen mit einem 3D-Drucker hergestellt. Sein Video des Zusammenbaus brachte die Behörden erst auf seine Spur. Man sieht in dem Video, das mit hektischer Videospiel-Musik unterlegt ist, zwar nur, wie seine Hände die Waffe zusammenschrauben. Doch machte Imura den Fehler, seinen Namen vor der Sequenz einzublenden. Das wurde ihm nun zum Verhängnis: Er trage eine „schwere kriminelle Verantwortung“ für seine Tat, teilte das Bezirksgericht in Yokohama mit. Die Anleitung für seinen „Zig-Zag-Revolver“ hatte sich der 28 Jahre alte Japaner im Internet besorgt. Im Mai wurde er verhaftet. Damals gab er zu, die Waffen angefertigt zu haben. Er habe aber nicht gewusst, dass es gegen die Gesetze verstoße, Waffen mit einem 3D-Drucker zu bauen. Imura ist nicht der erste Bastler, der sich Pistolen ausgedruckt hat. Schon im Mai vergangenen Jahres wurden Pläne für eine Plastik-Handfeuerwaffe von einer Waffenfirma ins Internet gestellt und an zwei Tagen mehr als 100.000 Mal heruntergeladen, bevor das amerikanische Außenministerium die Pläne einzog. Die Strafe für Imura fiel wohl auch deswegen so hart aus, weil das Gericht die Gefahr sieht, dass sein Video Nachahmer anstiften könnte. Die japanischen Waffengesetze sind strikt, kaum ein Japaner besitzt eine Waffe. Die Gefängnisstrafe hält Nachahmer indes nicht ab, im Gegenteil: Es gibt inzwischen den Imura-Revolver, geschaffen per 3D-Drucker und benannt zu Ehren des nun verurteilten Japaners.

Quelle: www.faz.net, Stand: 25.10.14


22.10.14

Nützliches Foto-Zubehör aus dem 3D-Drucker

Allenthalben wird dem 3D-Drucken eine große Zukunft vorausgesagt und auch wir haben schon über persönliche Mini-Abbilder berichtet, die damit hergestellt werden. Dies ist jedoch nicht die einzige interessante Anwendung für Fotografen. Nützliche Dienste kann ein 3D-Drucker auch für die Herstellung von individuellem Fotozubehör leisten. Erste Anbieter dazu kommen damit gerade auf den Markt. Sie ermöglichen die individuelle Gestaltung von Foto-Equipment nach eigenen optischen Vorlieben. Christian Steinkrüger etwa bietet unter Logodeckel.de den 3D-Druck von Objektivdeckeln mit eigenem Wunschmotiv an. Da der Linsenschutz individuell hergestellt wird, kann er auch farblich ganz nach den eigenen Vorlieben gestaltet werden. Wie bei den meisten günstigeren 3D-Druckern ist das verwendete Material PLA – ein Kunststoff aus Polymilchsäure, der in vielen Eigenschaften dem typischen Plastik ähnelt, jedoch besser abbaubar ist. Allerdings ist er nicht so temperaturbeständig und wird schon bei 80 bis 90 Grad weich (damit er sich vom 3D-Drucker verarbeiten lässt). Für die typischen Foto-Zubehör-Teile ist das aber kein Problem, da man seine Objektivdeckel ja nicht auf einer eingeschalteten Herdplatte liegen lässt oder in kochendes Wasser wirft. Aber nicht nur im Dienst der individuellen Optik lassen sich 3D-Drucker einsetzen, auch Zubehör-Teile, die nicht in Massenfertigung angeboten werden, kann er herstellen. MK Panorama Systeme etwa bietet verschiedenes Panorama-Zubehör wie zum Beispiel einen Nodalpunktadapter für Kompaktkameras und einen für die GoPro Hero Action-Kamera an. Christian Steinkrüger hat einen Rollfilmadapter im Programm, mit dessen Hilfe Analog-Fotografen 35mm-Kleinbildfilme in einer Mittelformatkamera nutzen können. Auch bietet er Filterhalter für das Lumix 7-14mm Weitwinkel-Objektiv und hat einen für das Nikkor 14-24mm in Planung. Beide gibt es bisher auf dem Massenmarkt nicht. Diese ersten Beispiele zeigen sehr gut, was die 3D-Drucktechnologie zu leisten vermag. Auch wer eine alte Kamera im Schrank hat, bei der etwa ein Bedienelement abgebrochen ist, dem kann in Zukunft für den 3D-Druck wahrscheinlich mit einem Ersatzteil geholfen werden. Dabei ist man für den 3D-Druck nicht mal zwingend auf die Unterstützung von Unternehmen angewiesen, sondern kann auch selbst tätig werden. In größeren Städten wie etwa in Hamburg oder Köln haben Bibliotheken 3D-Drucker angeschafft und stellen sie für die öffentliche Nutzung kostenlos oder gegen ein sehr geringes Entgelt bereit. Alternativ findet man die Geräte in so genannten „Maker Spaces“ oder „Maker Hubs“. Auf Websites wie 3Hubs.com wird versucht, Privatleute und ihre 3D-Drucker miteinander in Kontakt zu bringen. Unsere Tests zeigten, dass man dort sogar im ländlichen Bereich Anbieter finden kann. Die Druckmaschine alleine reicht jedoch noch nicht als Basis. Es wird außerdem noch eine 3D-Vorlage benötigt, die die Konstruktion des zu druckenden Elementes enthält. Diese muss man zum Glück jedoch nicht selbst erstellen, sondern kann sie sich von Websites wie Thingiverse herunterladen. In der Regel ist das sogar kostenlos. Die Auswahl ist recht breit und reicht vom SD-Kartenhalter für den Schlüsselbund über einen Blitzständer und Stülpadapter für die Spektivfotografie bis hin zur kompletten Lochkamera. Wer sich reinfuchsen möchte, kann eine solche Druckvorlage natürlich auch selbst erstellen oder anpassen. Auch dafür gibt es kostenlose Programme. Allerdings sollte man den Aufwand nicht unterschätzen. Christian Steinkrüger von Logodeckel.de etwa verriet uns, dass er für die Konstruktion seines Filterhalters von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt etwa 50 Stunden Zeichenarbeit benötigt hat: „Es beansprucht doch einige Zeit, bis so ein Gegenstand konstruiert, zur Probe gedruckt, getestet, wieder umkonstruiert und wieder gedruckt ist.“ Der Trend zum 3D-Druck geht übrigens auch an den Kameraherstellern nicht vorbei. Auf der photokina 2014 etwa verriet uns Olympus, dass dort für Prototypen wie etwa die „Open Platform“-Kamera der 3-Druck eingesetzt wird. Dies ist viel günstiger und damit praktischer als konventionelle Herstellungsverfahren für Einzelstücke. Werden wir in Zukunft nur noch Druckvorlagen bei den Herstellern herunterladen und unser Foto-Zubehör selbst ausdrucken? Das erscheint im Moment ziemlich unwahrscheinlich, weil die Massenfertigung noch viel günstiger ist als der individuelle 3D-Druck. Auch ist die Oberfläche gerade bei günstigen 3D-Druckern meist uneben und damit gewöhnungsbedürftig. Darüber hinaus sind die Materialien bei den günstigen 3D-Druckern für Privathaushalte sehr eingeschränkt. Solides Metall etwa kann dort noch nicht verarbeitet werden. Das ist sehr viel teureren Maschinen vorbehalten, die auf absehbare Zeit wohl kaum zu Hause oder in Bibliotheken Einzug halten werden. Dennoch ist zu erwarten, dass durch den 3D-Druck über kurz oder lang Foto-Zubehör individueller und vielfältiger wird.

Quelle: www.prophoto-online.de, Stand: 25.10.14


21.10.14

Team der University Of Scheffield baut UAV mit 3D-Druck

Ein Team des Advanced Manufacturing Research Centre (AMRC) der University Of Sheffield baute ein “flying wing” UAV mit Hilfe von 3D-Druckern. Das eigens entwickelte UAV, ein Unmanned Aerial Vehicle, startet von einem Katapult, welches das UAV mit 3g auf fast 10m/s in den Flug beschleunigt. Sobald es in der Luft ist kann es Spitzen von bis zu 90km/h erreichen und bleibt dabei extrem wendig. Für den Aufbau der Drone verwendeten die Studenten Teile aus Carbon und speziell gedruckte ABS-Teile. Der Hauptteil und die Wingtips, die Spitzen der Flügel werden dabei mit einem 3D-Drucker hergestellt. Auch die Form für die Carbon Teile wurden mit einem FDM 3D-Drucker hergestellt. Das Projekt soll nun weiter ausgebaut werden. Ziel ist es ein autonomes UAV mit 3m Flügelspannweite zu entwickeln.

Quelle: 3druck.com, Stand: 25.10.14


3D-gedrucktes Fersenbein rettet Mann vor Beinamputation

Als bei dem 71-jährige Australier Len Chandler ein bösartiger Tumor im rechten Fersenbein diagnostiziert wurde, sollte seine einzige Option eine Beinamputation unterhalb des Knies sein. Doch Professor Peter Choong vom St. Vincent Hospital hat in Zusammenarbeit mit dem Biotech Unternehmen Anatomics aus Melbourne und der australischen Forschungsorganisation CSIRO, eine 3D-gedrucktes Implantat für Chandler hergestellt. Nach einem 3D-Scan des gesunden linken Fersenbeines erstellte Anatomics daraus ein Spiegelbild passend für den rechten Fuß. Das erstellte 3D-Modell wurde dann von CSIRO in Titan auf einem 3D-Drucker des schwedischen Herstellers Arcam ausgedruckt. Nach Entfernung des vom Tumor befallenen Knochens wurde das 3D-gedruckte Implantat erfolgreich eingesetzt. Nach der OP die bereits Mitte Juli stattgefunden hat, ist Chandler bereits am Weg der Besserung und kann sein Bein wieder bedingt belasten. Professor Choong glaubt, dass Chandler bis Ende des Jahres auch wieder ohne Krücken gehen können wird.

Quelle: 3druck.com, Stand: 25.10.14


18.10.14

3D Drucker für Entwicklungsländer verwertet natürliche Rohstoffe für Häuserbau

Noch immer haben viele Menschen in Entwicklungsländern kein Dach über dem Kopf. Dies könnte sich dank eines innovativen und kostengünstigen 3D Druckers für Häuser in Zukunft ändern. Der Drucker wird von einem italienischen Unternehmen gebaut und hat zwei Besonderheiten. Zum einen ist der Drucker portabel, schnell aufgebaut und günstig, und zum anderen nutzt er Rohstoffe aus der lokalen Umgebung wie Lehm, Schlamm, Abfall und Holz. Durch die Verwendung von "Abfall" reduzieren sich die Materialkosten für den Häuserbau auf exakt null Euro. Menschen in Entwicklungsländern können so lokale Rohstoffe nutzen um ihre Häuser zu bauen.

Quelle: www.shortnews.de, Stand: 25.10.14


16.10.14

Selbstgedruckte 3D-Karten helfen Sehgeschädigten

Riesengroße Straßenkarten sind beinahe schon in Vergessenheit geraten. Wer heute nach dem richtigen Weg sucht, wird in aller Regel eine der zahlreichen Online-Karten nutzen. Dort kann man beinahe jeden Ort der Welt als klassische Kartenansicht oder per Satellitenbild ansehen. Im Zweifel kann man dann die gewünschte Route einfach ausdrucken. Klassische Karten in Papierform können da schon lange nicht mehr mithalten. Für Sehgeschädigte ist die Situation allerdings nicht ganz so einfach. Wie die „Geospatial Information Authority of Japan“ (via ajw.asahi) berichtet, waren diese bisher auf die Offlinebestellung spezieller Papierkarten angewiesen. Jetzt allerdings hat die Behörde ein Programm entwickelt, mit deren Hilfe Sehgeschädigte in die Lage versetzt werden sollen, geeignete Ausdrucke selbst anzufertigen. Die Software liest dabei eigenständig die Onlinekarte aus und unterscheidet zwischen Straßen, Autobahnen, Schienen, Flüssen und der restlichen Umgebung. Diese werden dann dreidimensional hervorgehoben und durch markante Unterscheidungen gekennzeichnet. Straßen sind so beispielsweise leicht gepunktete Linien, während Schienen durchgehende Erhebungen sind. Für Städte wird dabei der Maßstab 1:2500 verwendet, für ländliche Gebiete 1:25000. Anschließend kann das Ganze mit Hilfe eines 3D-Druckers auf eine Kunstharzplatte gedruckt werden. Die so erstellte Karte ist dann – mit ein bisschen Übung – für Sehbehinderte nutzbar. Die langwierige Bestellung von speziellen Papierkarten erübrigt sich. Auch die Kosten für den Druck an sich halten sich in Grenzen. Das benötigte Material kostet gut einen Euro pro Druck. Bisher allerdings dürften die wenigsten einen eigenen 3D-Drucker zu Hause haben – oder auch nur regelmäßigen Zugang zu einem. Die japanischen Behörden gehen aber von einer zunehmenden Verbreitung der neuen Drucker aus und wollen bis dahin an einer ständigen Verbesserung der Software arbeiten. So ist geplant, wenn man schon dreidimensionale Karten druckt, auch die Topographie des Geländes – sprich: Hügel und Täler – darzustellen. Auch dies würde den Sehbehinderten die Orientierung enorm erleichtern. Zudem soll getestet werden, welche weiteren Details den Karten noch hinzugefügt werden können. Dabei muss allerdings bedacht werden, dass die Drucke auch nicht zu komplex werden dürfen – die Nutzer müssen sich ja darauf auch noch zurechtfinden. Angedacht ist zudem die Nutzung von Braille-Schrift. Da diese ebenfalls aus dreidimensionalen Punkten besteht, ließe sich dies technisch leicht umsetzen. So könnte beispielsweise die Wegbeschreibung mit auf die Karte gedruckt werden. Tetsuya Watanabe, einer der das Projekt unterstützenden Wissenschaftler hat zudem eine weitere Anwendungsmöglichkeit im Auge. Sollten die Karten in der Lage sein auch Topographien abzubilden, könnten sie zum Einsatz kommen, um Sehbehinderten das richtige Verhalten bei Naturkatastrophen – wie Tsunamis und Erdbeben – zu erläutern.

Quelle: www.trendsderzukunft.de, Stand: 25.10.14


Der Arduino-Safeknacker aus dem 3D-Drucker

Ein Arduino, ein Motor und einige Teile aus dem 3D-Drucker - das reicht aus, um ein funktionsfähiges Gerät zu bauen, das Tresore öffnet. Es dauert zwischen wenigen Minuten und einigen Tagen. Luke Jahnke und Jay Davis, zwei Sicherheitsexperten aus Australien, haben ein Gerät gebaut, das die Nummernschlösser von bestimmten Tresoren öffnet. Einige der Komponenten des Geräts wurden mit dem 3D-Drucker aufgebaut. Gesteuert wird es von einer Open-Source-Hardware. Sie haben es auf einer Sicherheitskonferenz vorgestellt, wie das britische Online-Nachrichtenangebot The Register berichtet. Das Gerät ist dazu gedacht, Tresore mit Nummernschlössern, die etwa bei Geldautomaten verwendet werden, zu öffnen. Kombinationsschlösser der Gruppe 2 hätten Kombinationen aus bis zu drei Zahlen und seien sehr verbreitet, sagen die Entwickler. Eingestellt werden die Zahlen mit einem Drehknopf. Der Safeknacker besteht aus einem Aktor mit einem Motor, der den Knopf dreht. Gesteuert wird er von einem Arduino, der alle möglichen Nummernkombinationen berechnet und durchprobiert. Eine solche Brute-Force-Attacke dauere im Höchstfall etwa vier Tage, erklären die Entwickler. Nun kann ein Einbrecher nicht damit rechnen, so lange unentdeckt an einem Safe hantieren zu können. Sie arbeiteten daran, die durchprobierten Kombinationen zu speichern, so dass es möglich sei, zu einem späteren Zeitpunkt dort weiterzumachen, wo die Suche abgebrochen worden sei, sagt Davis. Allerdings sei es ohnehin meist nicht nötig, alle Kombinationen zu testen: Die Hersteller lieferten die Safes mit zehn Standardkombinationen aus, sagt Davis. Meist werde eine davon genutzt und nie geändert. Würden diese Standardkombinationen auf eine SD-Karte gespeichert und der Arduino damit gefüttert, sei der Tresor in wenigen Minuten offen. Davis und Jahnke haben den Safeknacker in nur zwei Wochen entwickelt. Es sei das erste Mal gewesen, dass sie mit einem 3D-Drucker gearbeitet hätten, sagen sie. Die Teile für einen solchen Safeknacker kosten rund 150 US-Dollar. Es gibt vergleichbare Geräte, die allerdings nur an bestimmte Kunden wie etwa das Militär verkauft werden - für mehrere Tausend US-Dollar.

Quelle: www.golem.de, Stand: 25.10.14


Roboter Greifarm mit dem Zortrax M200 gedruckt

Der polnische Hersteller Zortrax demonstriert die Qualität ihres Filaments und ihrer 3D-Drucker mit einem Roboter Greifarm. Um die Stabilität und die Langlebigkeit zu garantieren verwendeten das Team von Zortrax ihr Z-ULTRAT Filament. Dies ist äusserst formstabil und verfügt über andere wichtige Eigenschaften. Der Roboterarm benutzt eine Open Source Firmware und orientiert sich mit seinem Design an den Industrie Roboter Greifern von KUKA. Der funktionale Prototyp konnte mit dem M200 3D-Drucker weitaus günstiger hergestellt werden als mit herkömmlichen Herstellungsmethoden. Bei dem Bau wurden 1,3kg Filament in nur 162 Stunden zu dem Roboterarm verwandelt.

Quelle: 3druck.com, Stand: 25.10.14


Sound City Project – 3D-gedruckte Ohren fange die Geräuschkulisse von Städten ein

Mit Google Maps können wir viele Plätze und Städte der Welt von zuhause aus erkunden und einen virtuellen Spaziergang durch New York, London oder Paris machen. Was aber wäre wenn man die Straßen, Gebäude und Plätze nicht nur sehen sondern auch “hören” könnte? Das Sound City Project wurde von David Vale, Rick van Mook und Caco Teixeira ins Leben gerufen. Das Team verwendete 3D-gedruckte Ohren verbunden mit einem Aufnahmegerät und hat die Geräuschkulisse in Städten wie New York City, Stockholm, Bergen und San Francisco eingefangen. Das Projekt ist derzeit noch in Arbeit und viele weitere Städte sollen folgen. Auf der Webseite kann man sich aber jetzt schon in verschiedene Plätze hineinhören und passend zum Ort der Tonaufnahme wird ein 360° Bild eingeblendet – von der Hektik am Times Square bis hin zum Rauschen des Flåmselvi Flusses in Norwegen. Für ein bestmögliches Sounderlebnis sollten allerdings Kopfhörer verwendet werden. Der Prototyp des Aufnahmegeräts, genannt “soundhead”, wurde mehrfach überarbeitet um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Das Team verwendete einen FDM 3D-Drucker während der Experimentierphase, der finale Prototyp wurde dann aber vom 3D-Druck Service Shapeways angefertigt.

Quelle: 3druck.com, Stand: 25.10.14


15.10.14

Playbook 4: Eine PlayStation 4 zum Mitnehmen für 1.400 US-Dollar

Nach dem Xbook One folgt nun das Playbook 4: Hobby-Tüftler Eddie Zarick hat eine portable PlayStation 4 entworfen. Das maßgeschneiderte Gehäuse entstand mithilfe eines 3D-Druckers. Angeschlossen ist das PS4-System an einen 22 Zoll großen LED-Bildschirm. Kostenpunkt für das Gerät: knapp 1.400 US-Dollar. Wer auf seiner PS4 unterwegs zocken möchte, sollte womöglich einen Blick auf das Playbook 4 werfen. Der von Eddie Zaric entworfene Hybrid aus Notebook und PlayStation 4 ermöglicht das Spielen von Destiny, Infamous: Second Son und Konsorten an jedem beliebigen Ort. Einzige Voraussetzung: eine Steckdose in unmittelbarer Nähe. Ein Akku-Betrieb ist nämlich nicht möglich. Das Gehäuse für das Playbook 4 fertigt Zarick mit einem 3D-Drucker an. Darin baut er anschließend die Bauteile der PlayStation 4 ein. Angeschlossen ist die portable Konsole an einen 22 Zoll großen LED-Bildschirm, der "sehr scharfe" Bilder liefern soll. Wollt ihr das Playbook 4 an euren Fernseher daheim anschließen, ist das auch kein Problem. Auf Wunsch lässt sich das Playbook 4 mit einem HDMI out-Port liefern. Online-Gaming mittels WiFi ist ebenfalls möglich. Ein Haken könnte der hohe Preis sein: stolze 1,395 US-Dollar kostet das Playbook 4. Wenn ihr eure PlayStation 4 zum Einbau einschickt, sinkt der Preis um 300 US-Dollar. Problematisch könnte außerdem sein, dass ihr gegenüber Sony keine Garantieansprüche geltend machen könnt. Eddie Zaric wird aber im Zeitraum von 30 Tagen nach Kauf mögliche Probleme beseitigen, sofern diese zum Beispiel nicht auf unsachgemäßen Gebrauch zurückzuführen sind. Modifikationen am Betriebssystem oder der Hardware nahm er laut Eigendarstellung nicht vor. Das Playbook 4 sei im Prinzip ein Gehäuse, in dem eine PS4 steckt, die an einen Bildschirm angeschlossen ist. Illegal sei sein Schaffen demnach nicht. Wie das Playbook 4 in der Praxis funktioniert, veranschautlicht das Video am Ende dieser Meldung. Würdet ihr euch das Gerät anschaffen? Nutzt die Kommentarfunktion.

Quelle: www.pcgames.de, Stand: 23.10.14


14.10.14

WASP Team arbeitet an 3D-gedruckten Knochen-Implantaten aus Ton

Das Team rund um WASP (World’s Advanced Saving Projekt), welches mit einem selbst entwickelten Ton Delta 3D-Drucker Häuser für Menschen in der Dritten Welt bauen möchte, wird auf der 3D Printing Show in Paris ihr aktuelles Projekt vorstellen, das neue Perspektiven innerhalb der 3D-Technologie eröffnen soll. Die Materialien Ton und Keramik stehen im Mittelpunkt der Arbeit des WASP Team und man hofft, diese nicht nur in der Baubranche sondern auch im medizinischen Bereich einsetzen zu können. Aus Keramikmaterialien wie Hydroxylapatit, Aluminium Oxid und Bio-Glas sollen Implantate gedruckt werden, um poröse Knochenstruktur zu ersetzen. Laut WASP wurden schon einige Projekte in diese Richtung umgesetzt und es wird weiterhin daran gearbeitet 3D-Druck mit Ton für wissenschaftliche Forschung und Produktion einzusetzen. Auf der 3D Printing Show in Paris kommendes Wochenende, soll ein Extruder vorgestellt werden, der Ton mit einer 0,35 mm Nozzle druckt. Damit soll der gleiche Grad and Genauigkeit wie beim Druck von Kunststoff erreicht werden.

Quelle: 3druck.com, Stand: 23.10.14


Mechanische Vögel, Flugsaurier und Libellen aus dem 3D-Drucker

Der Japaner Kazuhiko Kakuta baut mit seinem Sohn verschiedenste fliegende Objekte. Dabei hat er sich auf anatomisch korrekte Vögel spezialisiert. Für den aufwendigen Aufbau der Flugobjekte greift Kakuta auf 3D-Drucker zurück. Diese Kombination aus Alt und Neu, ermöglicht ihm eine schnellere Umsetzung als mit herkömmlichen Methoden. Auf seiner Homepage beschreibt der Bastler alle seine Projekte sehr detailreich. Über Thingiverse kann man einen kleinen mit Gummibändern-betriebenen Flugsaurier selber nachbauen.

Quelle: 3druck.com, Stand: 23.10.14


9.10.14

Deutscher entwickelt Papierflieger-Maschinenpistole

Dieses deutsche Genie hat eine der coolsten Erfindungen der jüngsten Zeit gebaut. Eine vollautomatische Papierflieger-Maschinenpistole. Ihr habt richtig gelesen: Eine Maschinenpistole, die aus Papierblättern Flugzeuge bastelt und diese dann in hohem Bogen aus dem Lauf abfeuert. Wie genial ist das denn?! Dieter Michael Krone, Betreiber der Website papierfliegerei.de und des gleichnamigen YouTube-Channels, hat die Papierflieger-MP komplett selbst designt und den Großteil der friedlichen Wumme mit dem 3D-Drucker ausgedruckt. Als Antrieb dient seiner Aussage nach ein herkömmlicher Akkuschrauber. Selbst nach mehrmaligem Ansehen können wir nicht genau erkennen, wie aus dem Stück Papier der Flieger gefaltet wird. Wir hoffen inständig, dass Dieter auf die Idee kommt, die Kanone mit Unterstützung von Crowdfunding in hohen Stückzahlen zu produzieren oder zumindest seinen Bauplan publik macht. Kann dem Mann endlich jemand den Nobel-Preis verleihen?

Quelle: www.gizmodo.de, Stand: 23.10.14


Dieses Auto kommt aus dem 3D-Drucker

So könnte die Zukunft der Autoindustrie aussehen: Ein amerikanisches Unternehmen hat das erste funktionsfähige Auto aus dem 3D-Drucker gebaut. Kommt die Zukunft des Autofahrens aus dem 3D-Drucker? Davon ist zumindest John Rogers, der Chef der Firma Local Motors im US-Bundesstaat Arizona überzeugt. Mit seinem Team hat Rogers das erste funktionstüchtige Auto aus dem 3D-Drucker hergestellt und verspricht bald damit in Serie zu gehen. Der "Strati" (benannt nach dem italienischen Wort für "Schichten") besteht aus nur 49 Einzelteilen und wurde innerhalb von 44 Stunden gebaut. Zum Vergleich: Ein konventionell hergestelltes Auto besteht im Schnitt aus 5000 Teilen. Tatsächlich stammen beim "Strati" nur das Fahrgestell und die Karosserie, die in einem zusammenhängenden Stück gefertigt sind, aus dem dreidimensionalen Drucker. Alle anderen Teile, wie Batterie, Motor, Räder, Armarturen und Windschutzscheibe wurden konventionell gefertigt. Der gedruckte "Körper" des Autos besteht aus rund 212 Schichten schwarzen Plastiks, verstärkt mit Carbonfasern. Der kleine Elektroflitzer ist 80 Stundenkilometer schnell und hat eine Reichweite von knapp 100 Kilometern. Ein "Strati" soll umgerechnet rund 8600 Euro kosten, berichtet die britische Zeitung "Mirror". Bis das Fahrzeug aber tatsächlich auf den Straßen unterwegs ist, wird wohl noch etwas Zeit vergehen: Local Motors erwartet eine Zulassung für den US-Straßenverkehr frühestens für 2015.

Quelle: www.n24.de, Stand: 23.10.14


Neue Konzepte für die Serienproduktion

Die Motoren für die Elektrofahrzeuge von morgen werden heute zum Teil noch von Hand gefertigt und sind entsprechend teuer. Im Rahmen der Effizienzfabrik-Initiative entwickeln Forscher daher neue Konzepte und Verfahren für die Serienproduktion elektrischer Antriebe. Bald schon könnte ein kostengünstiger und gleichzeitig qualitativ hochwertiger Elektromotor aus dem 3D-Drucker keine Zukunftsmusik mehr sein. Mit seiner Entwicklung befasst sich PriMa3D, eines von sieben neuen Forschungsprojekten unter dem Dach der Effizienzfabrik (siehe Kasten). „Ein Motor aus dem 3D-Drucker bietet zahlreiche Vorteile“, erklärt Projektkoordinator Gerd Krause von der Firma Ekra Automatisierungssysteme, „denn mit dieser Produktionsmethode sind völlig neuartige komplexe Geometrien denkbar, zum Beispiel Mikrokanäle zur Kühlung der stromführenden Drähte.“ Dadurch kann die Wärme gezielt dort abgeführt werden, wo sie entsteht, was die Lebensdauer des Motors erhöht. Bisher werden Elektromotoren aus dünnen Blechen hergestellt, die bearbeitet, passgenau übereinander angebracht und durch Verkleben, Schweißen, Nieten oder Schrauben miteinander verbunden werden. Zur Vermeidung von Wirbelstromverlusten sind die Bleche untereinander durch Lack- oder Oxidschichten elektrisch isoliert. Bei diesem Verfahren verringert sich das magnetische Material pro Volumeneinheit, und die Materialauswahl im Ganzen ist begrenzt. „Dies schränkt die Gestaltungsfreiheit des Motors ein – auch im Hinblick auf die Kühlung“, so Gerd Krause über die Nachteile herkömmlicher Konzepte. Durch das gezielte Einstellen der Materialeigenschaften soll im Rahmen von PriMa3D zudem der magnetische Fluss im Magnetkreis erhöht und gezielt dreidimensional geleitet werden. Weiterhin ist es das Ziel, den ohmschen Widerstand zu senken und damit die Verluste in den Wicklungen zu reduzieren. Der dreidimensionale Siebdruck ist für die Forscher von PriMa3D deshalb erste Wahl, da er bereits erfolgreich für elek-trotechnische Problemstellungen angewandt wird. Bei dem Verfahren werden eine oder mehrere Druckpasten Schicht für Schicht übereinander gedruckt, so dass ein „Grünkörper“ entsteht, dessen organische Bestandteile mittels einer Wärmebehandlung ausgetrieben werden. Der verbleibende „Braunkörper“ wird einer Sinterbehandlung unterzogen, bei der sich die Pulverteilchen durch Diffusion miteinander verbinden und so ein stabiles Bauteil bilden. Durch diesen pulvermetallurgischen Ansatz ist es möglich, wesentliche Komponenten von Elektroantrieben endformnah in einem Stück zu fertigen, wobei Strukturfeinheiten bis zu 60 µm bei Bauteilhöhen im zweistelligen Zentimeterbereich angestrebt sind. Existerende Vorarbeiten, die PriMa3D als Grundlage für die gesteckten Ziele verwenden kann, belegen, dass es möglich ist, den Siebdruck auf nahezu beliebige Materialsysteme und Anwendungen zu übertragen. Ein kritischer Punkt ist die erreichbare Druckhöhe. Ähnlich hohe Bauteile wurden bisher nur mit Siliziumkarbid erzielt, das eine geringere Dichte und eine bessere Stabilität bei der Wärmebehandlung aufweist als das metallbasierte Material, dessen genaue Zusammen-setzung im Rahmen des Forschungsprojekts derzeit erarbeitet wird. Letztlich soll das Material ein gesteigertes Wärmeabgabevermögen aufweisen, die Wärmeleitung an die Oberfläche des Motors verbessern, die Masse reduzieren bei einer gleichzeitig erhöhten Festigkeit der Baugruppen, die elektrische Leitfähigkeit der Wicklung erhöhen, die der Isolation verringern und die magnetische Leitfähigkeit steigern beziehungsweise gezielt einstellen. Weiterhin sollen die Isolationsstoffe dahingehend verbessert werden, dass auch extreme Einsatztemperaturen möglich sind. Aktuell arbeiten die Forscher an einer Demonstrator-Druckmaschine, deren Konzeption auf dem zweidimensionalen Siebdruck aufbaut und die eine hohe Wiederholgenauigkeit im einstelligen Mikrobereich in allen drei Raumrichtungen bietet. Auch die Siebpositionierung und das Handling der neuen Druckpasten sollen an die Anforderungen des 3D-Drucks angepasst werden. Die elektrischen Wicklungen des Energiewandlers werden dabei mit Hilfe des 3D-Siebdruckverfahrens mit thermisch erheblich belastbaren Isolationsmaterialien versehen und automatisiert in die Hauptelemente integriert. Im Hinblick auf einen großserientauglichen Produktionsprozess ist letztendlich angestrebt, die Herstellung von Elektromotoren um 25 % günstiger zu machen – und das bei einer beabsichtigten Verdoppelung der Leistungsdichte. Mehr Leistungsdichte bedeutet zudem, dass sich die Reichweite des Fahrzeugs erhöht, was vor allem im Winterhalbjahr von Vorteil ist, wenn im Fahrzeug zusätzlich zu den Motoren weitere elektrische Verbraucher in Betrieb sind.

Quelle: www.computer-automation.de, Stand: 23.10.14


8.10.14

Bekämpfung des Eschenprachtkäfers - Sex-Falle für Schädlinge

In seinem metallicgrünen Panzer mit den bläulichen und goldenen Sprenkeln sieht der Asiatische Eschenprachtkäfer Agrilus planipennis richtig schön aus. Doch der farbenfrohe Käfer ist auch sehr gefräßig und eine ernste Bedrohung für bestimmte Baumarten wie z.B. die Esche. US-amerikanische Forscher haben jetzt eine originelle Falle entwickelt, mit der das paarungswillige Insekt ohne Chemie bekämpft werden kann. Ein Käfer hat’s schwer. Da krabbelt man als grünes Insekt durchs Blätterdach, gut getarnt, um seinen Feinden nicht aufzufallen, und hat dann das Problem, dass die Geschlechtspartner ebenfalls Schwierigkeiten haben, einen zu finden. Offenbar haben manche Käfer optische Signale auf ihrer Oberfläche entwickelt, die ihnen helfen, Artgenossen auf sich aufmerksam zu machen. Dass die us-amerikanischen Behörden dem Eschenprachkäfer mit Fallen zu Leibe rücken, hat seinen Grund in dessen Lebensweise, sagt Dr. Michael Domingue von der Pennsylvania State University: "Es ist wichtig, die Insekten zu fangen, denn sie sind echte Schädlinge. Die Behörden möchten wissen, wo er vorkommt und wie er sich ausbreitet." Der Eschenprachtkäfer stammt aus Ostasien, im Jahr 2002 ist er erstmals im Nordosten der Vereinigten Staaten aufgetaucht. Der etwa einen Zentimeter große Käfer legt seine Eier in die Ritzen der Rinde von Eschen. Zwei Wochen später schlüpfen die Larven. Wie zu groß geratene Borkenkäfer fressen sie sich in langgezogenen Serpentinen unter der Rinde durch das Phloem und das Kambium. Diese Schichten transportieren Nährstoffe und Wasser. Sind sie auf einer größeren Fläche unterbrochen, stirbt der Baum. Für das Monitoring entwickelten die Forscher drei verschiedene Attrappen von Käferweibchen: Die einfachste war ein grüner Plastikkäfer aus dem 3D-Drucker. "Für die anderen beiden Attrappen haben wir äußerst detailgetreue Abgüsse hergestellt. Dazu haben wir ein totes Käferweibchen in eine Wolke aus gasförmigem Nickel gelegt. Der Nickel hat sich auf dem Panzer des Tieres abgesetzt und eine Gussform gebildet. So konnten wir Plastikkäfer herstellen mit den gleichen winzigen Strukturen auf der Oberfläche wie die echten Käfer." Diese beiden Attrappen färbten die Wissenschaftler auf zwei unterschiedliche Arten ein. Die eine Attrappe spritzten sie mit normaler grüner Metallicfarbe. Die andere erhielt ihre Farbe durch mehrere Lagen eines bestimmten Polymers. "Nach diesem Prinzip kommt auch die Färbung des echten Käfers zustande. Sie beruht nicht auf einem Farbpigment wie im Lack, sondern die obersten Schichten des Käferpanzers reflektieren grünes Licht stärker als andere Wellenlängen." Im Gegensatz zu den Pigmenten in grüner Farbe aber werfen die Polymer-Schichten grünes Licht in einem sehr schmalen Band des Lichtspektrums zurück – lediglich ein ganz spezielles Grün, also. Als Michael Domingue und seine Kollegen testeten, wie gut die drei verschiedenen Attrappen-Modelle Käfer-Männchen anziehen, stellten sie fest, dass nur eine es mit der Attraktivität eines echten, wenngleich toten Käferweibchen aufnehmen konnte. "Wir hätten nicht erwartet, dass die Prachtkäfermännchen zwar erst einmal an jedes unserer vier Käferweibchen gleichermaßen bis auf etwa ein, zwei Meter heranflogen. Sie landeten jedoch nur auf der Attrappe mit den Nanostrukturen, die wir mit den Polymeren grün gefärbt hatten – und auf dem toten echten Käferweibchen." Offenbar spielt auch die unebene Oberfläche des Käferpanzers eine Rolle. Unter dem Mikroskop sieht man, dass sie mit winzigen Nadeln und Graten versehen ist. Was diese Nanostrukturen bewirken, zeigte sich, als die Wissenschaftler die Käfer mit einem weißen Laser beschienen, sagt Michael Domingue. "Diese Nanostrukturen streuen das Licht auf eine besondere Weise. Die echten Käfer und die Attrappen mit den Nanostrukturen erzeugten Muster, sie streuten das Licht in helle und dunkle Bänder. Sie sind die Schlüsselfaktoren." "Wenn diese grünen Käfer auf grünen Blättern sitzen, ist es für das menschliche Auge, aber auch für Fressfeinde wir Vögel, extrem schwierig, sie zu entdecken. Wir glauben, die Käfer können sich trotz dieser Bedrohung untereinander signalisieren, wo sie sind, weil sie mit ihrer Panzeroberfläche diese Lichtmuster erzeugen." Um aus dieser Attrappe eine Falle zu machen, erweiterten die Forscher das künstliche Käferweibchen um eine Kleinigkeit. "Wir entwickelten eine elektrische Falle, indem wir die Attrappen mit Metallpins versahen, an denen eine Spannung von 4 000 Volt anlag. Wenn sich die Männchen auf der Attrappe niederließen, um sich mit dem vermeintlichen Weibchen zu paaren, betäubte sie der Strom, und sie fielen in einen Sammelbehälter." Vielleicht helfen die künstlichen Käfer mit ihrem tödlichen Glanz beim Kampf gegen den Eschenschädling.

Quelle: www.swr.de, Stand: 23.10.14


Anleitung für perfide Angriffe über USB ist öffentlich

Im Sommer führten Berliner Forscher raffinierte Hacks mit präparierten USB-Sticks vor. Nun haben andere das auch geschafft und den gefährlichen Code in die Welt gesetzt. Im Englischen gibt es die schöne Redewendung when the shit hits the fan – wenn die Kacke auf den Ventilator trifft. Zwei IT-Sicherheitsforscher aus den USA haben gerade den Code für eine potenziell gefährliche Schadsoftware veröffentlicht und damit die Kacke schon mal auf den Weg zum Ventilator geschickt. Im August hatten die Berliner Hacker Karsten Nohl und Jakob Lell auf der Black-Hat-Konferenz in Las Vegas erklärt, wie sie jedes Gerät, das einen USB-Anschluss hat, in ein perfides Angriffswerkzeug verwandeln können. Ein USB-Stick, eine Maus, eine Webcam – all diese Geräte können einem Computer vorgaukeln, ein anderes Gerät zu sein, als sie sind. Und deshalb können sie ganz andere Dinge tun, als ein Nutzer erwartet, ohne dass der das bemerkt. Selbst die vollständige Übernahme eines fremden Rechners ist auf diesem Weg möglich. Das Besondere an der BadUSB getauften Angriffsfamilie: Die Malware steckt in der Firmware des Controller-Chips eines USB-Geräts. Der ist so etwas wie der Übersetzer zwischen dem USB-Gerät und dem Computer, an den es angeschlossen wird. Dort wird sie von keinem Antivirusprogramm gefunden und kann auch nicht einfach gelöscht werden. Das unterscheidet sie von klassischen Viren und Trojanern, die als Datei im Speicherchip eines USB-Sticks darauf warten, vom ahnungslosen Anwender geöffnet zu werden.

Die Malware kann zudem so gestaltet werden, dass sie erstens auf jedem Betriebssystem funktioniert und zweitens über den zuerst infizierten Rechner jedes weitere angeschlossene USB-Gerät befällt. Befallen heißt in diesem Fall: Auch die Firmware der Controller-Chips aller anderen USB-Geräte wird von der Schadsoftware überschrieben. Damit entsteht ein kaum zu entdeckender Wurm. Weil ihnen ihr Werk als allzu mächtig erschien, entschieden sich Nohl und Lell, zwar auf die Gefahr aufmerksam zu machen, ihren Code aber nicht zu veröffentlichen. Das haben stattdessen nun zwei US-Forscher getan. Adam Caudill und Brandon Wilson haben – genau wie die Berliner – die Firmware eines USB-Controller-Chips reverse engineered und verändert. Ein von ihnen derart manipulierter USB-Stick verhält sich wie eine USB-Tastatur und ist in der Lage, an einem Computer eine Eingabemaske zu öffnen und in rasender Geschwindigkeit ein paar voreingestellte Kommandos zu tippen. So lässt sich der Computer im schlimmsten Fall komplett aus der Ferne übernehmen. Caudill und Wilson haben noch ein paar andere Angriffsszenarien entwickelt und ihre Forschungsergebnisse auf einer Konferenz in den USA vorgestellt. Anschließend haben sie ihre Version von BadUSB auf Github hinterlegt. Wer möchte, kann den dort veröffentlichten Code nutzen, um bestimmte USB-Geräte zu manipulieren oder um den BadUSB-Angriff weiter zu verfeinern. Caudill und Wilson wollen den Druck auf die Industrie erhöhen, damit die Abwehrmaßnahmen entwickelt, sagten sie im Gespräch mit Wired. Die Angriffsmethode sei wahrscheinlich schon lange von hochgerüsteten Behörden wie der NSA entdeckt und eingesetzt worden, argumentieren sie. Die Industrie habe aber erst dann einen Grund zu handeln, wenn jeder sie einsetzen kann. Dass Nohl von Anfang an gewarnt hatte, dass es keine schnelle Lösung für so ein strukturelles Problem geben könne, ignorieren sie. Noch mal zusammengefasst: Die Anleitung für einen kaum zu entdeckenden und schwer zu verhindernden Angriff auf fremde Computer ist jetzt öffentlich. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis das jemand ausnutzt.

Quelle: www.zeit.de, Stand: 23.10.14


Detaillierte 3D-gedruckte Insekten von Klaus Leitl

Der Österreicher Klaus Leitl kreiert sehr detaillierte Modelle von Insekten die er am Form 1+ 3D-Druck von Formlabs herstellt. Die Insektenmodelle werden in einer Skala von 30:1 dargestellt, wodurch wunderschöne Details zum Vorschein kommen, die ansonsten für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Der SLA Drucker von Formlabs ermöglicht die Herstellung von detaillierten Objekten, die Leitl zuvor mit der Modellierungssoftware zBrush von Pixologic bearbeitet hat. Begutachtet werden können einige der kleinen Tierchen in Ausstellungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz – unter anderem in der Ausstellung Leben unter Wasser im Wildpark Ferleiten/Fusch des Nationalparks Hohe Tauern:

Quelle: 3druck.com, Stand: 23.10.14


3D-Druck hilft bei lebensrettender OP an Säuglingsherz

Die 3D-Druck-Technologie ist weiter auf dem Vormarsch. Nicht nur in Kunst, Industrie oder Architektur kommt sie zum Einsatz, sondern auch auf dem Feld modernster Medizintechnik. In New York City rettete sie einem zwei Wochen alten Baby das Leben, das an einem angeborenen Herzfehler litt. Ärzte hatten zunächst an einer Replik des winzigen Organs geübt, bevor sie das Kind am Herzen operierten. Es ist eine rasante Entwicklung: Mithilfe der 3D-Druck-Technologie können mittlerweile naturgetreue Nachbildungen von Organen und Körperteilen angefertigt werden, die bereits als Implantate, aber auch in der Forschung dienen. Gleichzeitig ermöglichen sie Ärzten Probedurchläufe komplizierter Operationen, bevor sie den eigentlichen Eingriff am Menschen vornehmen. In einem New Yorker Kinderkrankenhaus wurde sich genau dieses Vorgehen zunutze gemacht und einem Neugeborenen so das Leben gerettet. Neben den für einen Herzfehler typischen Löchern wies das kindliche Organ eine äußerst ungewöhnliche, labyrinthartige Struktur auf. Bei einer solchen Deformation der Herzkammern müssen Mediziner normalerweise einen Herzstillstand herbeiführen und sehen das Organ erst, wenn der Brustkorb geöffnet und die Operation bereits im Gange ist. Im Fall des Säuglings kam den behandelnden Ärzte des Morgan Stanley Children’s Hospital jedoch ein 3D-gedrucktes Modell zu Hilfe, an dem sie im Vorfeld der Operation den schwierigen Eingriff übten. Sie schafften es, das Herz in nur einem Durchlauf zu rekonstituieren. Dr. Emile Bacha, Leiterin der Herzchirurgie am Columbia Presbyterian Hospital und behandelnde Ärztin des jungen Patienten sagte dazu: "Mit dieser Technik hatten wir eine Art Fahrplan, der uns den Weg zeigte.“ Es ist auch der Verdienst der Matthew's Hearts of Hope Foundation, dass die Operation überhaupt möglich war. Die gemeinnützige Stiftung finanzierte das MRT des Babys und stattete die Chirurgen mit den nötigen Mitteln aus, um eine 3D-Replik des Herzens anzufertigen. Die Stiftung hat ihren Sitz in Sherman, Connecticut. Gerade bei der Behandlung komplizierter Fälle stellen die Entwicklungen in der Medizintechnik einen enormen Zugewinn dar. Die Möglichkeit, eine OP so detailliert im Voraus zu planen, verspricht deutlich höhere Erfolgschancen bei schwierigen Eingriffen, als das bisher der Fall war. Und nicht nur im Vorfeld operativer Eingriffe macht sich die Medizin die 3D-Druck-Technologie zunutze. Vor wenigen Wochen erst wurde dem zwölfjährigen Minhao aus China ein Wirbelkörper aus einem 3D-Drucker implantiert. Der Junge kann dank des Titanmodells, welches unzählige Poren für ein besseres Einwachsen des umliegenden Gewebes besitzt, seinen Kopf wieder ganz normal bewegen. In den Niederlanden wurde einer Frau mit dem Engelmann-Syndrom eine künstliche Schädeldecke implantiert. Die Krankheit verursacht eine Verhärtung des Schädelknochens und führt dazu, dass dieser weniger Belastungen aushält. Die Operation verlief erfolgreich und erlaubte der Patientin, bereits wenige Monate nach der OP wieder in ihren normalen Alltag zurückzukehren. Aber auch Knochenersatz und künstliche Augen werden mittels 3D-Druckern hergestellt. In der Wissenschaft helfen 3D-Modelle bei der Erforschung einzelner Organe und Körperteile. /kk

Quelle: www.gulli.com, Stand: 23.10.14


Dreijähriger bekommt „Iron Man“-Hand aus dem 3D-Drucker

Der kleine Hawaiianer Rayden Kahae wurde ohne Finger an der rechten Hand geboren. Sein sehnlichster Wunsch: Eine Roboter-Hand wie die von Comic-Superheld „Iron Man“. Nun wurde sein Traum wahr - dank einer Prothese aus einem 3D-Drucker. Rayden Kahae aus Wailuku, Hawaii, ist ein fröhlicher, drei Jahre alter Junge – der seit seiner Geburt mit einer Fehlbildung der rechten Hand leben muss. Der Bub mit dem Spitznamen Bubba leidet unter dem Amniotischen-Band-Syndrom (ABS). Im Mutterleib schnürten ihm Bänder alle Finger der rechten Hand ab. Da sich seine Eltern die Kosten für eine künstliche Hand in Höhe von rund 40.000 US-Dollar nicht leisten konnten, hatten sich Bubba und seine Familie mit dem Schicksal eigentlich schon abgefunden. Doch Anfang dieses Sommers stieß seine Großmutter Rulan Waikiki im Internet auf die Firma. Gerade einmal 50 Dollar sollte eine frisch gedruckte Hand für Bubba kosten. Doch der kleine Junge wollte nicht irgendeine farblose Prothese – er wünschte sich eine gelb-rote Roboter-Hand, wie sie der Comic-Superheld „Iron Man“ trägt. Der Moment, in dem Bubba zum ersten Mal seine „Iron Man“-Prothese anlegt, geht zu Herzen. Sein Vater hielt die bewegende Szene mit seiner Kamera fest. Das Video zeigt, wie Bubba langsam und ehrfurchtsvoll seine rechte Hand bewegt, sie vorsichtig mit der gesunden linken Hand umklammert. „Er war völlig begeistert“, erinnert sich Oma Waikiki gegenüber einem Lokalsender. „Er rief: ‚Ich kann sogar meine eigene Hand halten‘.“ Zur Krönung schenkte „E-Nable“ Bubba seine „Iron Man“-Hand. Seine dankbare Großmutter hofft nun, dass möglichst viele andere Kinder und auch Erwachsene von dem Wunder der 3D-Technologie profitieren können. „Manche Kinder werden in der Schule vielleicht gehänselt, weil sie ihre Hand nicht richtig bewegen können. Aber sobald sie eine solche High-Tech-Hand bekommen, geht ihr Selbstvertrauen durch die Decke.“

Quelle: www.focus.de, Stand: 23.10.14


6.10.14

PLANTOID: Roboter-Pflanzen aus dem 3D-Drucker

Pflanzen statt Tiere als Vorbild in der Robotik: Beim Forschungsprojekt PLANTOID spielen ein "Stamm", der mittels 3D-Drucker gedruckt wurde, "Blätter", die ihre Umwelt erspüren können, und "Wurzeln", die wachsen und ihre Richtung ändern können, eine besondere Rolle. Konkrete Anwendungen gibt es noch nicht, aber theoretisch steht den "Pflanzobotern" sogar der Weltraum offen. Menschen sehen Probleme und Lösungen naturgemäß eher aus Sicht von Tieren und tendieren dazu, Pflanzen als passive Organismen wahrzunehmen, die nicht wirklich etwas "machen". Dem ist jedoch nicht so: Pflanzen bewegen sich und spüren ihre Umwelt – und dies auf äußerst effiziente Weise. Barbara Mazzolai vom Istituto Italiano di Tecnologia koordiniert das im Rahmen des siebten Rahmenprogramms (FP7) durchgeführte Projekt PLANTOID, welches vom Programm Future and Emerging Technologies (FET) finanziert wurde. Sie sagt, dass der Mensch viel von den Pflanzen lernen kann. "Unser Ziel ist es, eine neue Generation an Hard- und Softwaretechnologien für die IKT zu konstruieren, testen und validieren – und unsere Inspiration sind die Pflanzen." Potenzielle Anwendungen für solche Technologien sieht sie in der Landwirtschaft, Medizin und sogar in der Erforschung des Weltraums. Der PLANTOID-Prototyp wurde mit zwei funktionellen Wurzeln ausgestattet: Eine Wurzel demonstriert die Fähigkeit, sich als Reaktion auf Input, den der Sensor an der Wurzelspitze wahrnimmt, zu biegen. Dadurch kann sich die Wurzel von Hindernissen oder aggressiven oder toxischen Substanzen wegbewegen. Die zweite Wurzel demonstriert das künstliche Wachstum. "Nahe der Wurzelspitze werden Schichten neuer Materialen abgelagert, um eine antreibende Wirkung zu erzeugen und so den Boden zu durchdringen", erklärt Mazzolai. Der Roboter wächst daher praktisch, indem er seine eigenen Strukturen aufbaut und den Boden durchdringt. Die Wurzeln sind mit einem Stamm verbunden, in dem sich ein Mikrocomputer befindet. Der Stamm selbst ist aus Kunststoff und wurde mit einem 3D-Drucker hergestellt. Des Weiteren hat der PLANTOID-Roboter auch "Blätter", die mit Sensoren ausgerüstet sind und – ganz wie natürliche Blätter – Umweltbedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit, Erdanziehung, Berührungen und chemische Faktoren messen können. Das Projekt PLANTOID, von der EU mit 1,6 Mio. Euro gefördert, ist das erste Projekt, das die Konstruktion und Entwicklung von auf Pflanzenmodellen basierenden Robotiklösungen zum Ziel hat. Der Prototyp ist dabei nicht für eine bestimmte Anwendung gedacht, sondern soll eine Demonstration dieser neuen Robotertechnologien darstellen. In der Zukunft, so Mazzolai, könnte die Technik jedoch in realen Anwendungen zum Einsatz kommen, etwa um Schadstoffkonzentrationen wie Verunreinigungen mit Schwermetallen oder die Nährstoffe in der Umwelt zu messen oder auch die Bedingungen in Böden aufzuzeichnen und zu überwachen. Pflanzenähnliche Roboter könnten in der Tat ideal für die Erforschung des Weltraums geeignet sein, da sie sich in der fremden Umgebung eingraben und einpflanzen können und so sensorischen Spuren folgen können, während sie sich gleichzeitig an die möglicherweise rauen externen Bedingungen anpassen. Andere vielversprechende Anwendungsfelder sind die Medizin, wo flexible endoskopische Roboter für schwierige chirurgische Eingriffe verwendet werden könnten, und die Suche nach und Rettung von Opfern von Naturkatastrophen mit größeren pflanzenähnlichen Robotern. "Pflanzen sind in Bezug auf ihren Energieverbrauch während der Bewegung sehr effizient", sagt Mazzolai. "Dies deutet für die Welt der Robotik auf Ansätze hin, die ohne Muskeln auskommen und daher nicht unbedingt auf dem Vorbild von Tieren basieren." Tatsächlich könnten die einzigartigen Charakteristiken von Pflanzen eine Inspirationsquelle für neue Unternehmen darstellen, die darauf aufbauend intelligente und nützliche pflanzenähnliche Roboter herstellen. Das Projekt PLANTOID hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird im April 2015 abgeschlossen sein. Die Forscher arbeiten nun daran, mehrere Funktionen in einer Wurzel zu vereinen, welche dadurch den Boden sowohl durchdringen als auch im Boden ihre Richtung verändern kann. Weitere interessante Themenfelder sind Pflanzenstrukturen, die sich externe Energie aus der Umwelt zunutze machen können. Ferner beschäftigen sich die Forscher mit der Frage, ob Pflanzen "intelligentes Verhalten" zeigen können, also ob sich das Wachstum des Roboters mit der Zeit basierend auf früheren Erfahrungen verändern kann. Dadurch wäre die Entwicklung noch "intelligenterer" Geräte möglich, welche dann ihre Umwelt nicht nur spüren können, sondern auch Reizen folgen und eigene Entscheidungen treffen können. (pi)

Quelle: www.computerwelt.at, Stand: 6.10.14


4.10.14

Ersatzteile für Oldtimer aus dem 3D-Drucker

Die Californierin Lenore Edman beschreibt in ihrem Blog, wie für den 1934 Dodge Pickup Truck ein neuer Seitenspiegel mit Hilfe von 3D Scanner und Drucker entstand. Als der Oldtimer vor 80 Jahren hergestellt wurde, war es nicht üblich einen Seitenspielen für die Beifahrerseite zu installieren. Heutzutage gehört dies zur Grundausstattung um die Sicherheit auf den Straßen zu gewähren und die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Edmans Vater, Besitzer des Wagens, fand die Lösung in der Suche nach einer authentischen Nachbildung in der 3D-Druck Technologie. Mittels 3D Scanner wurde der Seitenspiegel der Fahrerseite erfasst und mit einer CAD Software wurde das 3D-Modell gespiegelt. Nach dem 3D-Druck wurde die Spiegelhalterung mit schwarzer Farbe lackiert.

Quelle: 3druck.com, Stand: 6.10.14


1.10.14

Kostengünstige Prothesenherstellung durch FDM-Druck

Der 3D-Druck kommt in zahlreichen Branchen zum Einsatz. Da die Technologien individuelle Produktanforderungen berücksichtigen, werden sie vor allem bei der Herstellung einzelner Bauteile und Prototypen verwendet. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kosten in den letzten Jahren stark gesenkt wurden. Von beiden Faktoren profitiert auch die Medizin- und Orthopädietechnik. Hier ermöglicht die generative Fertigung passgenaue Prothesen und Orthesen zu niedrigen Preisen. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Auto¬matisierung arbeitet daran, günstige Druckmethoden für die Herstellung von Prothesen zu entwickeln. Lange Zeit galt der 3D-Druck als ein Privileg großer Firmen oder spezialisierter Dienstleistungsunternehmen. Die Druckverfahren waren komplex, die Maschinen und Materialien teuer. In den vergangenen Jahren wurden jedoch Geräteentwickelt, die mit günstigeren Werkstoff- und Herstellungskosten auskommen. Besonders populär ist das Verfahren »Fused Deposition Modelling« (FDM), bei dem das Druckmaterial mit einer frei beweglichen Heizdüse lokal geschmolzen und schichtweise aufgetragen wird. Jannis Breuninger, Abteilung »Biomechatronische Systeme«, sieht im FDM-Druck enorme Potenziale für die Orthopädiebranche. Da die Maße des Patienten in eine CAD-Software eingegeben werden, entsteht ein eigens auf ihn angepasstes Produkt. »Durch den FDM-Druck ist Individualisierung nicht länger mit hohen Kosten verbunden«, erklärt Breuninger. Um mit dem FDM-Verfahren optimierte Prothesen und Orthesen herzustellen, müssen Drucker und Endprodukt genauestens aufeinander abgestimmt werden. In Kooperation mit der Firma »HypeCask« haben die IPA-Wissenschaftler einen speziell an das Druckverfahren angepassten Prothesenfuß entwickelt. Gleichzeitig bestimmten sie für den 3D-Drucker »Delta Tower« geeignete Druckparameter, wie Materialstärke und Schmelztemperatur. Da der Prothesenfuß hohen mechanischen Belastungen standhalten muss, ist zudem die geometrische Form ausschlaggebend. »Normalerweise werden beim FDM-Druck Stützstrukturen benötigt. Um Zeit und Kosten zu sparen, haben wir eine Geometrie entwickelt, die auch ohne diesen Zusatz auskommt«, erläutert Breuninger. Der FDM-Druck findet in der Medizintechnik bislang kaum Verwendung. 3D-Drucktechnologien werden hier hauptsächlich in Form von teuren Metallschmelzverfahren, beispielsweise »Selektives Laserschmelzen«, im Bereich der Implantate eingesetzt. Das Ziel des Fraunhofer IPA ist es, den Herstellungsprozess so weit zu optimieren, dass er in der Orthopädie adaptiert und eingesetzt werden kann. Auf diese Weise könnten Menschen auf der ganzen Welt, die ein Körperteil verloren haben, ein Stück Lebensqualität zurückerhalten. Derzeit arbeitet die Abteilung »Generative Fertigung« unter der Leitung von Steve Rommel daran, das FDM-Verfahren weiterzuentwickeln.

Quelle: www.juraforum.de, Stand: 6.10.14


30.9.14

Schulter, Kniegelenk und Co. – Neues aus der Gelenkchirurgie

Dr. med. Johannes Boehnke, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Hand- und Plastische Chirurgie in Senftenberg, stellte die Methodik der personalisierten Medizin im Rahmen der Endoprothetik vor. Dabei sind Prothesen gemeint, die dauerhaft im Körper verbleiben und das geschädigte Gelenk teilweise oder ganz ersetzen. Heutzutage können mittels moderner 3D-Drucker anhand von MRT oder CT Aufnahmen individuell, für jeden Patienten extra Schablonen zur Einpassung, von zum Beispiel Knie- oder Hüftprothesen, angefertigt werden. Auf diese Weise kann eine patientenindividuelle Versorgung und maßgeschneiderte OP erfolgen. Über die Therapie bei Schultergelenksverletzungen berichtete Dr. med. Heiko Richter. In den letzten zwei Jahren wurden über 320 Patienten mit einer Schulterfraktur im Klinikum Niederlausitz behandelt. Und dabei ist nicht immer die Operation das Mittel der Wahl. Die Patienten werden mittels konservativen Methoden, Operationen bis hin zu Implantationen von Schultergelenksprothesen, je nach Krankheitsbild und Schwere der Fraktur, behandelt. Häufig sind ältere Menschen und darunter Frauen öfter betroffen. Im Schnitt sind die Patienten rund 80 Jahre alt. Ursache für Schulterverletzungen sind zum Beispiel Stürze oder Unfälle. „Manchmal reicht auch schon die Teppichkante als Sturzquelle und die Folge ist dann ein Bruch des Schultergelenks“, so Oberarzt Dr. Richter. Bei jüngeren Menschen sind es häufig Stürze mit dem Fahrrad oder Motorrad. Die Vorteile der sogenannten ACP-Therapie durch Aktivierung körpereigener Faktoren im Blut stellte Oberarzt Dr. med. Jan Lehmann vor. Die ACP-Therapie wird seit Juni dieses Jahres zur Behandlung von verschleißbedingten Gelenkbeschwerden in der Unfallchirurgie im Klinikum Niederlausitz eingesetzt. Die Behandlung mit autologem konditioniertem Plasma (ACP) erfolgt mittels hochkonzentrierter Wachstumsfaktoren im Blut, den Thrombozyten bzw. Blutplättchen. Dadurch können Heilungs- und Aufbauprozesse im geschädigten Gelenkknorpel und Sehnengewebe angeregt werden. Im Klinikum wurden in den letzten drei Monaten zehn Patienten mit dieser Methode behandelt. „Diese Therapie stellt aus meiner Sicht ein begleitendes und unterstützendes Verfahren dar und sollte nicht unbedingt isoliert angewendet werden. Hier ist immer der Einzelfall zu berücksichtigen“, sagt Oberarzt Dr. Lehmann. Zu empfehlen ist die ACP-Therapie bei schmerzhaften leichten bis mittelschweren Arthrosen. Eine Linderung kann ebenso bei Sehnenentzündungen erzielt werden. Bei Sportverletzungen ist zum Beispiel ein schnellerer Wiedereinstieg in den Wettkampfsport oder eine frühzeitige Schmerzlinderung möglich. Im Anschluss an die Präsentationen der Klinikärzte wurden Erfahrungen mit den niedergelassen Kollegen ausgetauscht und Fragen beantwortet. Die Teilnehmer waren sehr interessiert an dem Behandlungsmethoden und führten angeregte Gespräche von Kollege zu Kollege. Die ärztlichen Weiterbildungen finden monatlich jeden dritten Mittwoch, 18 Uhr im Klinikum Niederlausitz in Lauchhammer statt und sollen den Dialog zwischen den Ärzten und Fachkräften im Krankenhaus sowie den Medizinern in den ambulanten Praxen fördern. Zudem werden aktuelle Entwicklungen in den unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten vorgestellt.

Quelle: www.niederlausitz-aktuell.de, Stand: 30.9.14


29.9.14

Künstliche Nieren aus dem 3D Drucker: Erster Erfolg

Über erste Erfolge beim Nachbilden von menschlichem Augengewebe im 3D Drucker hatte ich schon vor einiger Zeit berichtet. Ebenso konnte bereits Gehirngewebe nachgebildet werden, wie ihr an dieser Stelle lesen könnt. Schon damals war die Hoffnung groß, eines Tages komplett, funktionsfähige Organe im 3D Drucker produzieren zu können. Jetzt ist einem Forschungsteam der Harvard University jedoch ein weiterer Erfolg gelungen. Aus den damaligen Erkenntnissen und Erfolgen beim produzieren von menschlichem Gewebe, konnte die Forschungsgruppe „Lewis“ erstmals einfache Nierenstrukturen nachbilden. Die sogenannten Nephronen könnten schon bald dazu beitragen, dass Pharmakonzerne neue Medikamente am künstlichen Modell erproben und sie auf ihr Potenzial hin überprüfen können. Ermöglicht wurde der Erfolg durch eine neuentwickelte 3D Druck Technik, bei der spezielle Düsen und Tinten zum Einsatz kommen. Eine dieser neuen Tinten soll unter anderem das Herstellen von Tunnel direkt im Gewebe ermöglichen. Darin können die Forscher eigenen Angaben zufolge dann Blutgefäßzellen platzieren. Bisher war dies ein großes Problem beim Produzieren von künstlichen menschlichen Organgen. Für die Zukunft erhoffen sich die Forscher deshalb sehr viel. Auf der EmTech-Konfernez in Cambridge sprach die Lewis-Gruppe, der unter anderem Jennifer A. Lewis angehört, davon, dass es erste Anzeichen dafür gibt, dass die Herstellung von vollständigen menschlichen Organgen umsetzbar sei. Es sei das ultimative Ziel für die Zukunft, so die Forscher. (via. Technology Review) Dabei hat menschliches Gewebe, das künstlich im 3D Drucker nachgebildet werden kann, nicht nur für uns Vorteile. Sondern auch die Millionen Tiere, die weltweit gezwungenermaßen das Versuchsobjekt für neue Medikamente und Therapien spielen, müssten weniger leiden. Von der Nachbildung von menschlichem Gewebe im 3D Drucker erhofft man sich, Tierversuche in 5 bis 10 Jahren komplett überflüssig zu machen und sie durch künstliches Gewebe vollständig zu ersetzen.

Quelle: weblogit.net, Stand: 30.9.14


28.9.14

3D-gedruckter Raspberry Pi Roboter

Der italienische Bastler Paolo Negrini hat einen 3D-gedruckten, mit einem Raspberry Pi gesteuerten Roboter entwickelt, der sich selbst im Gleichgewicht hält. In dem 10-monatige Projekt hat Negrini unter anderem mithilfe der Openscad Software die 3D-gedruckten Teile des Roboters designed und auf einem Ultimaker 3D-Drucker erstellt. Die Elektronik des Projekts basiert auf dem als Server dienenden Raspberry Pi. Der Arduino Mega wandelt die von den Sensoren gesammelten Informationen um und bildet das Interface zur Hardware. Das Herzstück des Roboters bildet die 10DOF IMU (10 Degree of Freedom Inertial Measurement Unit), welche ein Magnetometer, ein Gyroskop, einen 3-Achsen Beschleunigungssensor und einen barometrischen Drucksensor beinhaltet.

Quelle: 3druck.com, Stand: 30.9.14


27.9.14

MyBuild: Bausteine ausdrucken, die mit Lego kompatibel sind

Herp Design Studio aus Taiwan haben Bausteine entworfen, die mit Lego-Bausteinen kompatibel sind. Das ganze wurde als Open Source bei Thingiverse veröffentlicht. Die Macher von “LEGO Core Bricks” bieten auf der eigenen Webseite eine ausführliche Anleitung wie man eine Spielfigur bauen kann. Herp Design Studio hat die Modelle für FDM-3D-Drucker mit ABS-Material optimiert. In einem kurzen Stop-Motion-Movie sieht man die gedruckte Figur im Einsatz:

Quelle: 3druck.com, Stand: 27.9.14


26.9.14

Der 3D-Drucker macht's möglich

Ilmenau/Leipzig - 80 kreative Köpfe und eine Vision - gemeinsam arbeitet das Team Starcraft e.V. der TU Ilmenau an der Entwicklung und dem Bau eines Formelrennwagens, um damit an der Formula Student teilzunehmen. Das Besondere an dem Rennboliden aus Ilmenau: Viele Teile kommen aus dem 3D-Drucker. Im Rahmen des "Fabberland 3D" können die Besucher der Messe "modell-hobby-spiel" vom 3. bis 5. Oktober n Leipzig einen Blick unter die Motorhaube werfen. Fast 80 Studenten aus allen Fachrichtungen der TU Ilmenau, vom Ingenieur bis zum Sozialwissenschaftler, haben sich mit ihren verschiedenen Kompetenzen zusammengeschlossen, um einen Formelrennwagen zu bauen. Dazu braucht es ein eingespieltes Team, denn die Anforderungen der Formula Student sind umfangreich. Die Formula Student ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb und Unternehmensplanspiel. Ziel ist es, Studenten aus aller Welt auf die Arbeit als Ingenieur vorzubereiten. Caroll Smith, ehemaliger Mentor bei der Formular Student, bringt die Idee auf den Punkt: "An der Universität lernen die Studenten, wie man die Spannung einer Schraube berechnet, aber sie wissen nicht, in welche Richtung der Schraubenschlüssel gedreht wird." Und so plant, baut und vermarktet das Team Starcraft von der TU Ilmenau mit Hochdruck seinen Formelrennwagen, den sie auf der "modell-hobby-spiel" vorführen werden. Das Besondere des TSC02Evo zeigt sich beim Blick ins Innenleben. Viele Bauteile wurden mit dem 3D-Drucker produziert und verbaut. So zum Beispiel der Wassertank oder die eigens konstruierte Steckverbindung, die zum Trennen des gesamten Fahrzeugs dient und die maximale Leistung von 135kW trennen kann - bei nur 120 Gramm Eigengewicht.

Quelle: www.insuedthueringen.de, Stand: 27.9.14


Laptop für unter 200 Euro im Eigenbau? Gar nicht so kompliziert!

Ein Laptop im Eigenbau. Vor wenigen Jahren war das für die meisten noch völlig illusorisch, heutzutage wirkt das alles andere als ein unrealistisches Projekt. Möglich machen es 3D-Drucker und winzige Komplettrechner, die es für ein paar Euro zu kaufen gibt. Wie das aussehen kann, verdeutlicht ein Prototyp des sogenannten Pi Top. Ryan Dunwoody und sein Kompagnon Jesse Lozano entwarfen den Pi Top zusammen mit einem kleinen internationalen Team. In erster Linie ist der Eigenbau-Laptop dazu gedacht, ein Verständnis für Hardware, Programmierung und Konstruktion solcher Rechner zu erhalten. Zum Beispiel in Bildungseinrichtungen, aber auch für den privaten Gebrauch sehen die Tüftler Einsatzmöglichkeiten. An und für sich steckt gerade für etwas erfahrenere Bastelfreunde keine außergewöhnliche Hardware in dem tragbaren Computer: Das Herzstück ist der Linux-basierte Raspberry Pi in der aktuellen B+-Variante. Er verfügt über einen 700MHz schnellen Prozessor, 512MB RAM und diverse Anschlüsse wie USB, LAN und Ports für Erweiterungen wie WIFI, Bluetooth und dergleichen. Etwas spezieller dürfen dagegen der 13,3 Zoll große LED-Bildschirm (1366 x 768 Bildpunkte), der Akku und die Laptop-Tastatur mit Trackpad sein, die allerdings auch keine exotischen oder schwer erhältlichen Komponenten sind. Das gesamte Gehäuse wiederum stammt aus dem 3D-Drucker, den es vermutlich nicht an jeder Straßenecke gibt. Denn für einige Teile musste ein rund ein Meter großer Deltadrucker verwendet werden, welcher auch komplexere Strukturen erschaffen kann. Offiziellen Aussagen zufolge lag die Druckzeit für ein (!) Gehäuse bei 160 Stunden. Für den Hobbybauer dürfte spätestens hier Schluss mit dem „Nachmachen“ sein. Das ist auch den Schöpfern bewusst, die Ende des Jahres eine Kickstarter-Kampagne starten wollen. Denn aus ihrer Vision soll ein Baukasten werden, den sich beispielsweise Lehrer und Privatleute zulegen können. Dunwoody und Lozano möchten künftig auf ihrer Webseite Kurse anbieten, in denen Lernwillige mehr über das Umsetzen eigener Ideen in diesem Bereich erfahren können.

Quelle: www.basicthinking.de, Stand: 27.9.14


25.9.14

Teleskop aus 3D-Drucker: Mit dem Raspberry Pi zum Mond - PiKon: Mondschnappschuss aus dem Selbstbau-Teleskop

Ein Teleskop aus dem 3D-Drucker hat das Start-Up Alternative Photonics vorgestellt: In Zusammenarbeit mit der University of Sheffield entstand das PiKon getaufte Teleskop, in dem das einfallende Licht allerdings nicht über einen Spiegel zum Auge des Nutzers geschickt wird. Vielmehr sammelt das Kamera-Add-on für den Mini-Rechner Raspberry Pi die Lichtstrahlen, die erreichte 160-fache Vergrößerung genügt durchaus Hobby-Ansprüchen und erlaubt etwa einen genaueren Blick auf die Planeten unseres Sonnensystems. Die Druckpläne für das PiKon-Telekop werden demnächst online zum Download bereitstehen, die Kosten inklusive Raspberry Pi sollen bei rund 130 Euro liegen. (mas)

Quelle: www.chip.de, Stand: 25.9.14


Ärzte setzen Patienten erstmals Rücken-Wirbel aus dem 3D-Drucker ein

Ärzte der Universität Peking haben erstmals erfolgreich einen Rücken-Wirbel implantiert, der aus einem 3D-Drucker stammt. Dem Patient fehlte wegen eines Tumors ein Teil des Knochens. Orthopädische Implantate sind derzeit der am schnellsten wachsende Heilungs-Markt weltweit. Nach einer fünf Stunden langen Spezialoperation konnten Ärzte einem jungen Patienten in Peking den Teil seiner Wirbel ersetzen, der mit Krebs durchzogen war. Der Junge trägt nun ein Wirbelstück in sich, das von einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Die Peking-Universität hatte kurz zuvor verkündet, dass eine Reihe von Versuchen in dieser Richtung gestartet wurde. Insbesondere ging es dabei um orthopädische Hilfen, die künstlich per 3D-Druck produziert werden. Das ist dabei auch das erste Mal, das Wirbel im menschlichen Körper von 3D-Druckern stammen. Im vergangenen Jahr haben bereits einige Patienten andere Implantate aus dem Drucker erhalten. Diesen geht es laut dem Direktor der Orthopädie hervorragend und sie befinden sich auf einem guten Weg der Erholung. Als Material für die Implantate wird auf Titaniumpulver zurückgegriffen – das funktioniert bereits seit Jahrzehnten. Was dagegen neu ist, ist die Art, mit der ein 3D-Drucker die Teilstücke kreiert. Wie auch bei Knieimplantaten erfordert dies eine ausreichende flexible Form, die druckfähig ist. Das besondere Talent der neuen 3D-Drucker liegt darin, komplexe Strukturen aufbauen zu können. Außerdem hat das gedruckte Implantat einen entscheidenden Vorteil: Das leicht poröse Material erlaubt es den Knochen, in das Implantat zu wachen und damit eine Art natürlicher Verbindung zu schaffen. Somit ist das auch für den Jungen von Vorteil, der sich noch im Wachstum befindet. Das Implantat sollte demnach den Knochen erlauben, um den künstlichen Wirbel herum zu wachsen. Neben dem 12-Jährigen, dessen Operation auch in obigem Video erklärt wird, profitieren auch viele andere Menschen von dieser Entwicklung. So konnte eine Frau, die an zervikaler Spondylose litt, also an unregelmäßiger Abnutzung oder Risse auf den Knochen, ihre Schmerzen innerhalb von Tagen loswerden. Der Einsatz eines Implantats führte in extrem kurzer Zeit zur Heilung. Ein anderer Patient, der beim Laufen über taube Extremitäten klagt, konnte ebenfalls geheilt werden. Seitdem die 3D-Wirbelteile eingesetzt wurden, ist der 32-Jährige schmerzfrei. Im Fall des 12 Jahre alten Jungen, der seinen Nacken beim Fußball verletzte, wurde in einer anschließenden Untersuchung der Tumor im Wirbel festgestellt. Es gab nur eine kleine Anzahl an Krankenhäusern in China, die die nötige Ausstattung für eine solch spezielle Operation hatten. An einem dieser Krankenhäuser wurde dann mit Hilfe eines 3D-Druckers ein künstlicher Wirbel kreiert, der dem Jungen wieder einen Großteil seiner Beweglichkeit im Nacken zurückgab. Dank der 3D-Technologie war es den Ärzten möglich, ein maßgeschneidertes Stück Wirbel anzufertigen und auszutauschen. Auch wenn die Regenerationsphase lang und beschwerlich ist, der 12-Jährige hat somit fast wieder sein natürliche Beweglichkeit. Seit mindestens 2002 versuchen chinesische Krankenhäuser die 3D-Drucker für ihre Patienten zu nutzen. In erster Linie wurden früher künstliche Organe zur Anschauung gedruckt, um die heranwachsende Generation von Ärzten besser auf Operationen vorbereiten zu können. Aber auch für Implantate wird in China die 3D-Drucktechnik seit Jahren erfolgreich genutzt. Unter anderem ist sie im Einsatz bei kosmetischen Operationen in Militärkrankenhäusern. Diese Technik ist in China bereits beinahe Standard. In wenigen Jahren wird diese Möglichkeit hoffentlich weltweit zugänglich sein, so dass immer mehr Patienten in den Luxus kommen, maßgeschneiderte Implantate aus dem 3D-Drucker zu erhalten. Es gibt schon erste finanzielle Hochrechnungen, wie viel Umsatz mit dieser Technologie erzielt werden kann. Weltweit wurden in der Orthopädie im Jahr 2008 36 Milliarden Dollar umgesetzt. Einer Studie von Freedonia zufolge soll allein der Markt an orthopädischen Implantaten in den USA jährlich um 7,7 Prozent wachsen und bis zum Jahr 2015 einen Umsatz von 52 Milliarden Dollar erreichen. Diese Art der Heilung soll demnach der am schnellsten wachsende Markt sein. Entwicklungen in Nanotechnologie und Biotechnologie sollen dies zusätzlich vorantreiben.

Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de, Stand: 25.9.14


24.9.14

Schwedische Studenten spielen auf gedruckten Instrumenten

In der schwedischen Unistadt Lund spielt die wahrscheinlich erste Band auf Instrumenten, die allesamt aus dem 3D-Drucker kommen. Keyboard, Bass, Gitarre, Drums, deren Korpus rotes, löchriges Plastik ist. Felle, Saiten, Schaltkreise sind freilich traditionell - weswegen eigentlich überprüft werden sollte (vor allem von Initiator Prof. Olaf Diegel), wo ein Instrument anfäng und aufhört, bzw. was ein Instrument zu einem Instrument macht (Gitarre-Schaltkreise in einem Bassdrum-Case? Dabei hat er doch das viel spannendere Instrument ja schon drei-D-gedruckt: Ein Saxophon (aber auch hier: Mundstück ist konventionell). Professor Diegel arbeitet schon seit zwei Jahren an Instrumenten aus dem 3D-Drucker, forscht aber schon seit den Neunzigern am 3D-Druck. Für Musiker sieht er eine golden Zukunft: damit seien endlich wirklich individuell angepasste Instrumente möglich.

Quelle: de.engadget.com, Stand: 24.9.14


PiKon – Teleskop aus dem 3D-Drucker mit Fotofunktion

Forscher der University of Sheffield in Großbritannien haben beim erstmaligen Einsatz des 3D-gedruckten Teleskops Bilder vom Mond einfangen r Implantate wird in China die 3D-Drucktechnik seit Jahren erfolgreich genutzt. Unter anderem ist sie im Einsatz bei kosmetischen Operationen in Militkönnen. PiKon wurde aus 3D-gedruckten Teilen, welche zusammen nicht mehr als £100 (ca. € 130) gekostet haben, zusammengestellt. Der Name ist eine Zusammensetzung aus dem griechischen Wort “ikon” und dem Raspberry “Pi” Computer, aus dem das infrarot Kamera Modul zur Aufnahme von Bilder erstellt wurde. Basierend auf dem simplen Design des Newton-Teleskop, verwendeten die Wissenschaftler neben den 3D-gedruckten Teilen, einen konkaven Spiegel, hinter dem direkt der Raspberry Pi Kamera Sensor angebracht wurde. Mark Wrigley and Andy Kirby wollen ihre Pläne zum Bau des Teleskopes auf Thingiverse zur Verfügung stellen. Mit einer 160-fachen Vergrößerung können in einer wolkenlosen Nacht Bilder von Planeten, dem Mond, Galaxien und Sternhaufen festgehalten werden.

Quelle: 3druck.com, Stand: 24.9.14


18.9.14

re÷belief ein komplett 3D-gedruckter Stop Motion Film

Die Macher von Stop Motion Filme greifen oft auf 3D-Druck zurück, um den enormen Arbeitsaufwand beim Erstellen der Figuren und Gegenstände zu verringern. Bei Stop Motion Filmen werden die Darsteller und die Umgebung fotografiert und die Fotos werden zu einem Film zusammen gesetzt. Jede Bewegung oder Gesichtszug muss per Hand verändert werden. 3D-Druck macht diese feinen Wechsel der Bewegungen um einiges einfacher, da nicht jede Veränderung händisch gemacht werden muss. Bei Filmen wie Paranorman, The Pirates, Boxtrolls oder der Web Serie House of Monsters werden 3D-Drucker eingesetzt um die verschiedensten Requisiten oder Film Helden zu erstellen. Raymond McCarthy Bergeron geht mit seinem Film re÷belief noch ein Stück weiter und lässt sich von dem Dienstleister Shapeways fast alles drucken. Der Film feierte am 12. September beim Festival du Film d’Animation de Paris seine Premiere. re÷belief entstand als Thesis von Raymond an der Rochester Institute of Technology´s School of Film and Animation.

re÷belief [trailer] from Raymond McCarthy Bergeron on Vimeo.

Quelle: 3druck.com, Stand: 19.9.14


17.9.14

3D-Technik: Die Drohne aus dem Drucker

Wissenschaftler haben eine Drohne entwickelt, deren Teile aus dem 3D-Drucker stammen. Das Gerät ist preiswert und hat einen großen Vorteil: Nach Abstürzen können die Ersatzteile einfach nachgedruckt werden. Das ist auch nötig. Mit 3D-Druckern kann man alle möglichen Produkte herstellen - von alltäglichen Haushaltsgegenständen über Waffen bis hin zu Knochenersatz. In Sachen Waffentechnik aus dem Drucker sind Forscher der University of Virginia nun ein gutes Stück vorangekommen. Im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums entwickelten sie in dreijähriger Arbeit eine flugfähige Drohne, nicht größer als ein ferngesteuertes Modellflugzeug. Alle ihre Bestandteile stammen jedoch aus dem 3D-Drucker. Der Vorteil: Stürzt das Gerät ab oder müssen bestimmte Details in der Konstruktion verändert werden, drucken sich die Forscher die Komponenten einfach aus. Der aus der Flugzeugmotorenbranche stammende Forschungsleiter David Sheffler hatte in einer seiner Universitätskurse zunächst eine Flugzeugturbine aus dem 3D-Drucker hergestellt. Darauf trat das Verteidigungsministerium an ihn mit dem Auftrag für den Bau einer Flugdrohne aus dem Drucker heran. Das Projekt durchlief einen langen Entwicklungsprozess. Der erste Prototyp bestand noch aus Balsaholz, das viel leichter und robuster ist als der im 3D-Druck üblicherweise verwendete Kunststoff. "Wir waren nicht sicher, ob wir irgendetwas herstellen konnten, das leicht und stabil genug war", so Sheffler zu "Wired". Nicht nur, dass der Kunststoff im Vergleich fünfmal schwerer ist, es gab außerdem fertigungsbedingte Schwachstellen in der Konstruktion. Am Ende stand ein Nurflügelgerät, das den Namen Razor erhielt, Rasierklinge. Razor besteht aus neun Elementen, die wie Legosteine zusammengesteckt werden. Als Gehirn fungiert ein Google Nexus 5 Smartphone mit einer Avionik-App, die Drohne wird von einem aufmontierten Jet-Triebwerk angetrieben. Die Nutzlast liegt derzeit bei anderthalb Pfund, eine Kamera könnte also problemlos angeschlossen werden. Wie wichtig es sein kann, Ersatzteile für zerstörte Komponenten schnell aus dem Drucker nachfertigen zu können, zeigt übrigens ein von der Universität veröffentlichtes Video. Darin sind das Studententeam um Sheffler und seine anfänglich gescheiterten Versuche zu sehen,die Drohne aus der Hand zu starten. In nur 31 Stunden kann ein neues Gerät hergestellt werden. Die Materialkosten belaufen sich dabei auf gerade einmal 800 Dollar, die benötigte Elektronik kostet noch einmal 2500 Dollar. Sheffler ist sich der möglichen Gefahren bewusst: "Wie bei jeder Technologie gibt es hier auch ein Schadenspotenzial. Derzeit herrschen in den Medien Berichte über Drohnen vor, die zum Spionieren und Töten genutzt werden. Doch es gibt sehr viel mehr friedliche Nutzungsmöglichkeiten, deren Potenzial gerade erst realisiert wird."

Quelle: www.spiegel.de, Stand: 19.9.14


Solarpaneele aus dem 3D-Drucker kommen in Kürze auf den Markt

Forscher des Victorian Organic Solar Cell Consortium (VICOSC) in Australien haben hauchdünne, 3D-druckbare Solarkollektoren entwickelt. Seit 2007 arbeiten Wissenschaftler renommierter australischen Universitäten sowie zahlreicher Firmen gemeinsam an der Entwicklung von Solarpaneelen, die mithilfe von 3D-Druckern erzeugt werden können. Nach dem Abschluss des sich in der Endphase befindenden Projekts sollen diese bereits auf den Markt gebracht werden. Die Solarzellen arbeiten mit “solar ink” und werden derzeit noch weiterentwickelt um sie für verschiedenste Einsatzbereiche anzupassen. Das entwickelte Gerät kann derzeit 10 Meter Solarzellen pro Minute drucken.

Quelle: 3druck.com, Stand: 19.9.14


15.9.14

Strati: Ein Auto fährt aus dem 3D-Drucker

Die Erbauer von Local Motors nennen „Strati“ stolz das erste Auto, das zur Gänze im 3D-Drucker entstand. Es gab aber trotzdem Vorgänger – und mit Sicherheit Nachfolger. Chicago. Die internationale Mess für Hersteller-Technologien (IMTS) in Chicago, die in der ersten Septemberwoche über dir Bühne ging, hatte einen unumstrittenen Star. Das weltweit erste Auto, das mehr oder weniger komplett im 3D-Drucker entstand. Und zwar innerhalb von zwei Tagen. Das Projekt war von der durch Crowd Funding finanzierten Firma Local Motors aus Arizona bereits im April angekündigt worden. Unter rund 200 eingeschickten Design-Studien wurde schlussendlich „Strati“ vom italienischen Designer Michele Anoé für den Versuch ausgewählt. Nach dem Erfolg auf der IMTS soll in den kommenden Monaten eine produktionsreife Variante des „Strati“ konstruiert werden. „Derzeit kämpft die Automobilindustrie mit drei großen Herausforderungen“, erklärt Jay Rogers CEO von Local Motors, „der Anzahl der Teile eine Autos, dem Gewicht und den Kosten während Design, Vorproduktion und Werzeugbau.“ Rogers zeigt sich überzeugt, dass das Direct Digital Manufacturing nach Beseitigung von existierenden Hürden den Automobilherstellern in Zukunft eine völlig neue Zukunft in den Bereichen Design und Herstellungsprozessen bieten kann.

Quelle: wirtschaftsblatt.at, Stand: 19.9.14


Dieser Roboter soll bald in jeden Haushalt kommen

Er kann sprechen, laufen und soziale Netzwerke verwenden – und er kann im Haushalt helfen. Das muss er auch. Denn der humanoide Roboter, den Intel auf dem IDF 2014 zeigte, soll bald weltweit die Wohnzimmer erobern. FOCUS Online hatte schon vorab Gelegenheit, Bekanntschaft zu schließen. Der Zukunftsforscher Brian Johnson von Intel arbeitet bereits seit Jahren am dem Open-Source-Roboter Jimmy. Dabei war ihm vor allem eines wichtig: Der kleine Kerl soll nicht nur zahlreiche Fähigkeiten entwickeln, sondern auch besonders süß sein. Denn Berührungsängste darf Jimmy, der in Kürze als cleverer Helfer im Haushalt zum Einsatz kommen soll, nicht wecken. Der knapp 70 Zentimeter große Roboter bringt rund sechs Kilo auf die Waage. Ausgestattet ist er mit einem Edison-Prozessor, der es ihm erlaubt, Stimmeingaben zu erkennen und mit Menschehrt aus dem 3D-Drucker

Die Erbauer von Local Motors nennen n zu kommunizieren. Außerdem verfügt er über allerlei Sensoren und eine Webcam. Hergestellt wird Jimmy zum größten Teil via 3D-Druck. Was Jimmy letztlich alles kann, entscheiden der Nutzer selbst. Denn programmieren kann ihn jeder so, wie er mag. Ein wenig Rücksicht auf die Kraft des Roboters sollte man aber auf jeden Fall nehmen. Denn in Sachen Akku ist Jimmy mit nur 4000 mAh bisher noch etwas schwach auf der Brust. Was potentielle Käufer für den Roboter bezahlen müssen, ist noch nicht bekannt.

Quelle: www.focus.de, Stand: 19.9.14


14.9.14

Schüler entwickelt Pistole mit Fingerabdruck-Schloss

Ein 17-Jähriger US-Amerikaner erhielt einen Förderpreis für eine "Smart Gun" mit biometrischem Sensor, der nur ausgewählte Personen schießen lässt. Der Highschool-Schüler Kai Kloepfer aus Boulder, Colorado, hat eine Pistole mit Fingerabdruck-Sensor entwickelt und damit die Smart Tech for Firearms Challenge gewonnen. Das Preisgeld von 50.000 Dollar wird nun dafür eingesetzt, um ein biometrisches Schloss für Waffen weiterzuentwickeln, das es nur autorisierten Personen erlaubt, den Abzug zu betätigen. Die Fingerabdruck-Scans ausgewählter Personen bleiben auf dem Gerät, berichtet TechCrunch. Die Idee zu seiner "Smart Gun" kam Kloepfer unmittelbar nach dem Kino-Massaker von Aurora, Colorado, im Jahr 2012. Als Wissenschafts-Projekt für die Schule entstand der erste Prototyp der Waffe. Mittlerweile hat sich Kloepfer einen 3D-Drucker zugelegt, um weitere Teile für die Waffe zu produzieren. Zu seiner Motivation sagt der 17-Jährige: "Alle 30 Minuten stirbt in den USA ein Kind durch eine Waffe. Ich will, dass meine Waffe Unfälle mit Todes- oder Verletzungsfolge reduziert und Tragödien verhindert." Im Vorjahr hat Kloepfer für seine Smart Gun bereits einen Forscherpreis von Intel erhalten.

Quelle: futurezone.at, Stand: 19.9.14


12.9.14

Open-Source-Roboter pflanzt, düngt und erntet

Der FarmBot ist ein auf Schienen laufender Roboter, der Beete und Felder automatisiert bewirtschaftet. Alle seine Bestandteile lassen sich mit einem 3D-Drucker und einer CNC-Fräsmaschine herstellen. Zudem ist das Gerät skalierbar, sodass es sich sowohl für einen kleinen Garten als auch für große, professionell bewirtschaftete Anbauflächen eignet. Gesteuert wird der Bot von einem Aduino-Board oder wahlweise einem Raspberry Pi. Die gesamte Software und Hardware ist Open Source und frei verfügbar. Hinter dem Konzept des FarmBot steckt die Idee, dass sich mit einer solchen Maschine auch Felder mit unterschiedlichen Anbauprodukten effizient bewirtschaften lassen. Erforderlich ist lediglich eine entsprechende Programmierung. Auf der Hardwareseite lässt sich der Roboter mit unterschiedlichen Werkzeugen für die jeweiligen Gemüsesorten bestücken. Felder, auf denen mehrere Nutzpflanzen parallel angebaut werden, sollen im Endeffekt weniger Wasser und Dünger benötigen, aber auch nicht brach liegen müssen. Mit dem FarmBot soll es zudem möglich sein, die einzelnen Pflanzen in optimalem Abstand voneinander zu platzieren. Die Idee zum FarmBot stammt von Rory Landon Aronson, einem Ingenieur und Sozialunternehmer aus San Luis Obispo in Kalifornien, der sie 2013 in einem Whitepaper beschrieb. Seit Frühjahr 2014 wird das Projekt u.a. von der Shuttleworth Foundation des Ubuntu-Begründers Mark Shuttleworth gefördert. Ein erster Prototyp soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden.

Quelle: www.mittelstandswiki.de, Stand: 19.9.14


11.9.14

Spexy me: Individuell angepasste Brillen aus dem 3D-Drucker

Über die Website des australischen Unternehmens Spexy me können individuell angepasste, 3D-gedruckte Brillen bestellt werden. Kunden können ihr Gesicht über den Online-Scanner der Seite, welcher über die Kamera am Laptop, Smartphone etc aktiviert wird, in wenigen Sekunden vermessen lassen und danach Farbe und Design des Brillenrahmen auswählen. Über eine spezielle Augmented Reality Application kann man sich selbst mit der soeben kreierten Bille betrachten. Sollte man sich zum Kauf entschließen ($ 499), wird die Brille in einer Druckzeit von 8 Stunden erstellt und innerhalb weniger Tage per Versand zugestellt. Leider funktionierte die Website zum Zeitpunkt unseres Tests noch nicht richtig. Zusätzlich zur Bestellmöglichkeit kann man die Brillen über die kürzlich vorgestellte Indiegogo Kampagne vorbestellen. Dort hofft man bis Ende Oktober diesen Jahres $ 100.000 für das Projekt zu beschaffen.

Quelle: 3druck.com, Stand: 11.9.14


3D-gedruckter Gips mit Social Media Nachrichten deiner Freunde

Der Gips aus dem 3D-Drucker ist an sich nichts neues, die Idee persönliche Nachrichten gleich in den Druck mit zu integrieren jedoch schon. Das unter dem Namen FATHOM gegründete Unternehmen in Kalifornien, wollte das Konzept von Sozial Media nutzen um personalisierte Gips-Verbände herzustellen. Das Ergebnis heißt #CAST (gesprochen: Hash Cast) und ist ein Projekt für eine Smartphone App. Über ihr bevorzugtes Social Media Netzwerk können User Nachrichten von Freunden und Familie sammeln und entscheiden, ob sie diese in das Gipsdesign integriert werden oder nicht. Nach dem 3D-Scan des Arms wird der #CAST mittels CAD Software erstellt und auf einem SLS Printer in 3D ausgedruckt. Zur Verwendung kommt ein atmungsaktives Nylon Druckmaterial.

Quelle: 3druck.com, Stand: 11.9.14


10.9.14

Strati: Das erste fahrbare 3D-Druck-Auto der Welt

Ingenieuren am Oak Ridge National Laboratorium in den USA ist es gelungen, das erste fahrbare 3D-Auto der Welt herzustellen. Das Auto mit dem Namen "Strati" soll schon in wenigen Monaten verkauft werden. Dazu wurden aus dem Laboratorium heraus zwei Unternehmen gegründet, die sich um die Herstellung der eigens konzipierten Riesen-3D-Drucker wie auch die Zertifizierung der 3D-Druck-Pläne kümmern. Strati ist nicht nur mehr eine Vision, sondern die Anlagen sollen so schnell wie nur möglich verkauft werden, um die lokale Produktion von Wunschautos voranzutreiben.

Quelle: www.shortnews.de, Stand: 11.9.14


9.9.14

3D-Druck: "Endloses" Potenzial für Anwendung in Medizin - 3D-Druck revolutioniert Medizin

Mithilfe der 3D-Druck-Technologie wird die Medizin gerade revolutioniert. Und zwar nicht nur in ihren Möglichkeiten, sondern auch im Hinblick auf Kosten. Besonders im Bereich Organ-Transplantation kann die schnelle und passgenaue Anfertigung von notwendigen Körperteilen nicht nur Leben retten, sondern auch den illegalen Handel mit echten Organen obsolet machen. Die Liste an experimentellen Operationen, die sich der 3D-Druck-Technologie bedienen, wird dieser Tage stetig länger. In Peking haben Ärzte gerade zum ersten Mal einen künstlich im 3D-Druckverfahren hergestellten Rückenwirbel verpflanzt. Bei dem Patienten handelte es sich um einen zwölf Jahre alten Jungen, der an Krebs erkrankt war. Doch so sensationell die erfolgreiche Operation auch war, so zeigt sie doch nur einen kleinen Ausschnitt der Revolution, die derzeit in der Medizin von immer fortschrittlicheren 3D-Druckern ausgelöst wird. So gelang es Wissenschaftlern im Sommer dieses Jahres, Entwicklungsmuster von Stammzellen unter Zuhilfenahme von 3D-Druck-Technik zu kontrollieren. Die Forscher erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über die Entwicklung von Embryonen. Im selben Zeitraum wurden die Ergebnisse einer Zusammenarbeit international renommierter Wissenschaftler veröffentlicht, die sich mit dem Problem von künstlichen Kapillaren auseinandersetzten. Demnach ist es dem Team erstmals gelungen, in den Druckprozess von dreidimensionalem Gewebe auch Blutgefäße zu integrieren. Zuvor war es der Wissenschaft nicht möglich gewesen, das extrem dünne Zellgewebe künstlich herzustellen. Auch hier lieferte 3D-Druck-Technologie den Schlüssel zum Durchbruch. Doch wie im Fall des chinesischen Krebspatienten kommen 3D-Drucker auch immer häufiger in der praktischen Medizin zum Einsatz, selbst wenn es sich bislang durchweg um Einzelfälle handelt. Ein solcher Fall, und zudem ein besonders spektakulärer, fand im Frühjahr dieses Jahres in den Niederlanden statt. In einer 23 Stunden andauernden Operation implantierten Spezialisten eine künstliche Schädeldecke, die im 3D-Druckverfahren hergestellt wurde. Die Patientin leidet am Engelmann-Syndrom, einer Krankheit, bei der sich die Knochen zunehmend verhärten und somit weniger Belastung aushalten, an Elastizität verlieren und somit brüchig werden. Drei Monate später konnte die Frau bereits wieder arbeiten. Auch künstliche Augen werden bereits mit 3D-Druckern hergestellt. Weit weniger bereit für den Einsatz in der Praxis, aber nicht weniger sensationell, ist die funktionsfähige Mini-Leber aus dem 3D-Drucker. Im 3D-Drucker hergestellter Knochenersatz ist ebenfalls ein heißes Thema. In New York ist gerade eine Operation erfolgreich durchgeführt worden, bei der ein per 3D-Druck produzierter Kieferknochen verpflanzt wurde. Aber auch künstliche Ohren und Luftröhren werden derzeit an der Cornell Universität und dem Mount Sinai Krankenhaus erforscht, ebenfalls unter Verwendung von 3D-Druck-Technologie. Gegenüber Business Insider erklärte der bei der Kiefer-OP federführende Wissenschaftler und Arzt Dr. David Hirsch: "Diese Technologie ist grenzenlos. Die einzige Sache, die es einschränkt, ist unsere Fähigkeit, uns neue Anwendungsgebiete zu überlegen." /tb

Quelle: www.gulli.com, Stand: 10.9.14


8.9.14

Liberator: Pistole aus dem 3D-Drucker im Härtetest

Seit Cody Wilson im Mai 2013 die Pläne für seine Plastikpistole Liberator ins Netz stellte, kommt bei jeden Gespräch über 3D-Drucker über kurz oder lang auch das Thema „Schusswaffe selber drucken“ zur Sprache. In Kooperation mit dem Bayrischen Rundfunk will CHIP nun endlich wissen, was diese Pläne taugen. Ist es möglich, mit einem privat erschwinglichen 3D-Drucker eine funktionierende Schusswaffe herzustellen? Weil das in Deutschland nur mit einer Waffenherstellungserlaubnis gestattet ist, stellt CHIP-Redakteur Martin Jäger seinen Ultimaker beim örtlichen Büchsenmacher auf und druckt unter dessen Blick die Teile des Liberators. Der Test mit einer scharfen Patrone, Kaliber 9mm Browning Spezial, im Münchner Beschussamt verlief im Ergebnis relativ unspektakulär. Zunächst wird die Plastikwaffe in eine massive Abschussvorrichtung eingeklemmt, geladen, gespannt und pneumatisch zischend in die Abschusskammer geschoben; doch dann macht es nur Plopp, der Lauf zerstäubt in alle Richtungen und das Projektil landet keinen halben Meter entfernt unbeschädigt auf dem Boden. Die Tester des Beschussamtes sind von dem Ergebnis nicht sonderlich überrascht, schließlich entsteht in der verwendeten Patrone beim Abschuss ein Druck von rund 3.000 Bar und dem hat unsere Plastikwaffe nichts entgegenzusetzen.

Quelle: www.chip.de, Stand: 8.9.14


6.9.14

Ein Foto des Schlüssellochs reicht, um einen Plastik-"Schlagschüssel“ zum Entsperren zu produzieren


Dass 3D-Drucker das Leben von professionellen Einbrechern erleichtern können, ist keine Neuigkeit: Bereits in den vergangen Monaten mehrten sich Berichte, wonach unkompliziert Schlüsselduplikate erstellt werden konnten. Jetzt haben 2 Sicherheitsforscher allerdings eine Methode entwickelt, mit der passende Schlüssel produziert werden können, ohne dass der eigentliche Schlüssel als Vorlage benötigt wird – vielmehr reicht ihnen das abfotografierte Schlüsselloch. Denn anschließend erstellen die 2 Forscher einen sogenannten "Schlagschlüssel“: Dabei handelt es sich um einen speziellen Schlüssel, der gar nicht exakt ins Schloss passen muss – sondern nur grundsätzlich über dasselbe Profil verfügen muss. Ist der Schlagschlüssel dann eingerastet, wird mit einem Hammer – daher der Name – geklopft, sodass sich die versperrenden Stifte des Schlosses lösen. Anschließend kann die Tür geöffnet werden. Solche Schlagschlüssel können nun sehr einfach mit 3D-Druckern nachgebaut werden. Die seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts gebräuchliche Einbruchstechnik könnte so eine Renaissance erleben, analysiert Wired. Denn selbst Hochsicherheitsschlösser sind vor den Schlagschlüsseln gar nicht sicher: Hierzu muss vor dem 3D-Druck allerdings ebenso das Schlüsselloch befühlt werden, um Abstände zwischen den einzelnen Stiften abzumessen. Aber ebenso das ist gar nicht sehr viel Aufwand, so Jos Weyers sowie Christian Holler, die ihre Erkenntnisse nächsten Monat auf der Sicherheitskonferenz Lockcon vorstellen werden. Nähere Details zu ihrem gewagtes Unternehmen möchten sie aber gar nicht publik machen, da ihre Studie gar nicht als Anleitung für Einbrecher zu verstehen sei, so die 2 Forscher. Vielmehr arbeiten sie aktiv mit den Behörden zusammen sowie warnen Hersteller vor den Lücken. "Ein geschütztes, geheimes Profil ist für Schlösser gar nicht mehr länger ausreichend“, so die Forscher. Die Hersteller selbst wollten sich großteils gar nicht zu den Erkenntnissen äußern, die schwedische Firma Assa Abloy gab aber gegenüber Wired bekannt, dass die Studie zwar interessant sei, aber wenig Auswirkungen habe. Denn tatsächlich würden Einbrecher keinen solchen Aufwand betreiben, um Schlösser zu knacken. Das sehen die beiden Forscher gar nicht so: Sie argumentieren, dass 3D-Druck noch billiger sowie verbreitet werden wird – ein Schlagschlüssel kostet schon jetzt nur Fünf € in der Herstellung. (fsc, derStandard.at, Sechs . Neun ..2014)

Quelle: Derstandard, Stand: 6.9.14


"Robirds": Robotervögel für sicheren Flugverkehr


Neue Vogelroboter namens "Robirds" kommen nicht nur aus dem 3D-Drucker und lassen sich fernsteuern, sondern sehen auch wie natürliche Vögel aus. Sie sollen eingesetzt werden, um der Gefährdung der Flugsicherheit durch "echte" Vögel entgegenzuwirken. Der Slogan der niederländischen Firma Clear Flight Solution dazu heißt "Wir machen Vögel". Das Unternehmen verweist in seinem Präsentationsvideo darauf, dass Vögel erheblichen Schaden in der Abfall-, Landwirtschaft und im Flugverkehr anrichten. Nichts sei größer als das Risiko, dass Vögel an den Flughäfen darstellen. "Die kleinen Flieger können Flugzeuge und ihre Passagiere in große Gefahr bringen." Die Adler und Falken mimenden Robirds sollen damit endgültig Schluss machen. Die Zahl der Vögel soll über den Einsatz der Maschinen um mehr als 50 Prozent reduziert werden. Weil die Robirds auf den Fluchtinstinkt der Vögel abzielen, gibt es laut Clear Flight Solution langfristig auch keine Gewöhnung der Tiere an die künstlichen Raubvögel. Laut der Firma gibt es derzeit kein geeigneteres Instrument, um der Belästigung durch Vögel Einhalt zu gebieten. Clear Flight Solution ist gerade dabei, automatische Operationen mit ihren Robirds zu entwickeln. Die bisherigen Tests der Robird-Kolonie scheinen vielversprechend. Die Resultate zeigen einen Rückgang von 75 Prozent der Vogelanzahl in den Gebieten, wo die Experimente durchgeführt wurden. Die Versuche werden noch bis Mitte des nächsten Jahres durchgeführt.

Quelle: www.extremnews.com, Stand: 6.9.14


5.9.14

DIY: Daft Punk-Helm aus 3D-Drucker

Ein Helm wie Daft Punk zum Selbermachen aus dem 3D-Drucker. Wie cool ist das mal bitte? Adafruit hat genau dafür eine ausführliche Anleitung veröffentlicht. Für den Super-Amateur wie unsereins ist es vielleicht ein bisschen schwierig, weil Lötgeschick sollte man schon mitbringen, einen 3D-Drucker natürlich auch. Dinge wie 3D-Druck-Pläne gibt es aber in der Anleitung, die ihr hinter der Quelle findet.

Quelle: de.engadget.com, Stand: 6.9.14


3.9.14

Kniegelenk aus dem 3D-Drucker: Neues Verfahren an Kasseler Vitos-Klinik

Kassel. Mit einer neuen Generation von künstlichen Kniegelenken können Knieprothesen jetzt passgenau für einen Patienten gefertigt werden. Erstmals in Mittel- und Nordhessen hat dieses Verfahren Prof. Werner Siebert, Ärztlicher Direktor der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel, eingesetzt. Nach den bisherigen Erfahrungen seien die Patienten schnell schmerzfrei und mobil. Bisher werden in der Vitos-Klinik zehn Prozent der jährlich 650 Knieprothesen-OPs mit dem neuen Verfahren vorgenommen. Der Anteil soll bis auf 60 Prozent steigen. Die maßgefertigte Knieprothese hat laut Siebert viele Vorteile: Sie ahmt die natürliche Form des Oberschenkelknochens nach, anstatt ihn mit einer standardisierten Prothese zu ersetzen. Bisher stehen fünf bis zehn Standardgrößen zur Verfügung, aus denen der Operateur ein für den Patienten passendes Modell auswählt. Dabei kann es sein, dass bei der OP der Ober- oder Unterschenkelknochen dem Modell angepasst und zusätzlich Knochen abgefräst werden muss. Durch die passgenaue Herstellung ist das bei dem neuen Verfahren nicht mehr nötig. Siebert: „So geht etwa 25 Prozent weniger Knochensubstanz verloren.“ Die Prothese nach Maß führe außerdem zu einer besseren Beweglichkeit des Knies. Nach einer Computertomographie des Beins werden die Daten zum Hersteller der Prothese nach Boston (USA) geschickt. Dort wird ein dreidimensionales Modell des Knies in einem 3D-Drucker entwickelt, anhand dessen das Kunstgelenk geplant wird. Anschließend wird das individuelle Implantat aus einer Chrom-Kobalt-Legierung mit den dazugehörigen Schnittschablonen für den Operateur gefertigt. „Durch diese Passgenauigkeit können wir das Kunstgelenk in einer kürzeren OP-Zeit minimal-invasiv einsetzen“, sagt Siebert. Die Operation wird von den Krankenkassen bezahlt.

Quelle: www.hna.de, Stand: 7.9.14


3D-Technik - neue Nase zum Anfassen

Die Entwicklung der 3D-Drucker geht immer weiter; ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin gehören dabei zu den Faszinierendsten.Der türkische Arzt Yakup Avsar sagt nun, er habe daraus ganz neues Potential geschöpft. Er nutzt die Technologie, um seinen Patienten die Chance zu geben, ihr zukünftiges Gesicht nach einem kosmetischem Eingriff schon mal anzugucken. Und anzufassen.O-Ton Yakup Avsar:"Wir konnten den Patienten zwei- und sogar dreidimensionale Designs zeigen , auf dem Bildschirm. Aber das war nicht genug, auf den Bildschirmen, auf den Monitoren können sie den Teil des Körpers, der operiert werden soll, nicht anfassen."Amanda Koskela hat sich an Avsar gewandt, als sie einen kosmetischen Eingriff an ihrer Nase machen lassen wollte. Sie konnte von dem neuen Angebot schon mal profitieren und prüfen, wie sich ihre künftige Nase anfühlen würde.O-Ton Amanda Koskela:"Ich weiß ja nicht, wie es ist, wenn man sein Kind das erste Mal sieht oder wenn der Pfarrer sagt, dass du jetzt verheiratet bist. Ich kenne diese Glücksmomente noch nicht. Aber als ich die Gesichter sah - das war das vollkommene Glück, ein magischer Moment."Experimente mit biologischem Material zum Drucken von Körperteilen gibt es schon. Aber so etwas liegt noch in weiter Ferne - anders als das Nutzen der 3D-Druck-Technik für CT und MRT-Aufnahmen. So etwas erlaubt Ärzten einen bisher nicht dagewesenen Einblick in den Körper des Patienten.Der Patient selbst profitiert in diesem Fall aber auch ganz offensichtlich von Dr Avsars Nutzung der Technologie. Vor allem, wenn die Realität dann irgendwann mit dem Ausdruck übereinstimmt.ORT: ISTANBUL (TÜRKEI)

Video Nase

Quelle: www.suedtirolnews.it, Stand: 7.9.14


1.9.14

Halswirbel aus 3D-Drucker implantiert

3D-Drucker schicken sich an, einen weiteren Bereich unseres Lebens zu erobern, den OP. Chinesischen Chirurgen am University Third Hospital in Peking ist es gelungen, einen 3D-Wirbel zu implantieren. Bei dem Patienten handelte es sich um einen 12-jährigen Jungen, dessen von Knochenkrebs befallener Halswirbel durch ein 3D-Implantat aus Titan ersetzt wurde. Liu Zhongjun, University Third Hospital: “Möglich ist die Herstellung einer gedruckten 3D-Struktur dank bildgebender Verfahren wie der Computertomografie. Die CT-Bilder werden in 3D-Druckdaten umgewandelt, um eine interne Fixierung zu schaffen, die exakt der menschlichen Knochenstruktur ähnelt. Das Implantat passt sich an die individuelle Anatomie des Patienten an.” Das Implantat aus Titangranulat wurde von einer auf 3D-Druck spezialisierten Firma hergestellt anhand der medizinischen Daten des Patienten. Es verfügt über eine poröse Struktur, die es dem umliegenden Knochen ermöglicht, in das Implantat einzuwachsen, um so eine natürliche Verbindung herzustellen. Liu Zhongjun, University Third Hospital: “Die anatomische Form des 3D-Implantats entspricht haargenau der des natürlichen Knochenwirbels. Es kann sich besser an die umliegenden Bereiche der Wirbelsäule anpassen. Durch diese optimale Anpassung an den ersten Halswirbel wird die Stabilität enorm gesteigert. Deswegen durfte sich der Patient schon bald nach dem Eingriff bewegen. Das macht die Operation insgesamt viel sicherer.” Der junge Patient kann aufstehen, muss aber rund drei Monate lang Hals und Kopf unbeweglich halten. Zur weiteren Heilung seiner Krebserkrankung ist eine Chemotherapie geplant.

Video Halswirbel

Quelle: de.euronews.com, Stand: 7.9.14


Weltweit erstes komplett 3D-gedrucktes Anwesen inkl. Pool

Die 3D-Druck-Technologie wird in Zukunft nicht nur dafür sorgen, dass viele teure Vertriebswege mehr und mehr wegfallen, weil wieder vor Ort produziert werden kann. Sondern wird auch zur Folge haben, dass sich Unternehmen zum Teil teures Personal erspart. Dazuzählt auch die Baubranche, da sind sich viele Experten schon heute sicher. Schließlich sind die Möglichkeiten schon jetzt beachtlich, wie ein Architekt in aus New York in den kommenden Monaten eindrucksvoll unter Beweis stellen möchte. Der bekannte Bauunternehmer und Architekt Adam Kushner hat es sich nämlich zum Ziel gesetzt, das erste vollständige Traumhaus im 3D Drucker herzustellen, und zwar inklusive Pool auf dem umliegenden Anwesen. Als 3D Drucker greift er dabei auf den weltweit größten von D-Shape zurück. Dieser wurde speziell für solche überdimensional großen Anbelange entwickelt und kann einzelne Schichten mit einer beeindruckenden Größe von bis zu 10 Millimetern übereinander auftragen. Aus teilweise mehr als 300 Druckköpfen wird das flüssige Material aufgetragen. Möglich sind dabei Materialen wie Sand, Mineralstaub oder Kies, die mithilfe eines Bindemittels zusammengeführt werden. Das Traumhaus des Architekten soll 220 Quadratmeter groß werden und möglichst in wenigen Schritten komplett im 3D Drucker entstehen. Veranschlagt sind dafür mehrere Wochen, wobei die Druckgeschwindigkeit des D-Shapes mit mehr als 15 Quadratmetern pro Minute mehr als beachtlich ist. Ein ähnlicher Wert wurde schon Anfang des Jahres in China erreicht, als man 10 Kleinhäuser (eher Hütten) in einem Wisch an nur einem einzigen Tag in einem riesigen 3D Drucker fertigte. Losgehen soll es bereits Anfang 2015. Zuvor muss noch der D-Shape nach New York verschifft werden, der in Italien gefertigt wird. Die Herstellung des Hauses soll dann entsprechend vor Ort stattfinden. Derzeit wird schon das Anwesen in der Stadt Gardiner im US-Bundesstaat New York für die Bauarbeiten samt der Verlegung diverser Verkabelungen vorbereitet. Als erstes wird allerdings der Pool gedruckt. Wobei vorher das entsprechende Loch ausgehoben wird und der Drucker darin den Pool „aufstellt“. Danach folgt das Poolhaus und das 220 Quadratmeter große Haupthaus. Den Abschluss stellen kleinere Druckarbeiten für Gartenmöbel und andere Sachen dar. Insgesamt sieht er das Projekt aber als Lernphase bzw. als Phase der Optimierung. Er hofft, dass er aus den ersten Erfahrungen mit dem 3D Drucker weitere Schlüsse ziehen kann, um den Drucker so optimieren zu können, dass zum Beispiel das Haupthaus schneller und effizienter aufgestellt werden kann.

Quelle: weblogit.net, Stand: 7.9.14


31.8.14

Statt Foto kleine Doppelgänger als 3D-Figur

Wer gerne ein Andenken an eine liebe Person haben möchte, der macht ein Foto. Doch was wäre, wenn möglich würde, vom Sohn, der Tochter oder dem geliebten Dackel eine lebensnahe Miniatur fürs Wohnzimmerregal zu bekommen? Das Unternehmen Scanotec in Neustetten-Remmingsheim hat sich genau darauf spezialisiert. Mit Hilfe von 3-D-Druckern und einem eigens ausgetüftelten Scanner,erschaffen Thilo Brückner und Heiko Weiß auf Wunsch kleine Doppelgänger. Etliche Doppelgänger sind in den Räumen von Scanotec in Neustetten anzutreffen. Von großen 3-D-Figuren, mit bis zu 35 Zentimetern, bis hin zu ganz winzig kleinen, die gerade einmal 1,8 Zentimeter groß sind. Und nicht nur von Menschen können solche Doppelgänger erstellt werden. Auch 3-D-Abbilder von Haustieren sind möglich. Thilo Brückner hat gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Heiko Weiß eine neue Scan-Technik für Dreidimensionale Abbilder entwickelt. "Uns hat das 3-D-Drucken interessiert. Vorausgegangen ist ein Artikel in der Zeitung. Und wir haben uns dann darüber informiert, und sind ziemlich schnell auf das Thema gekommen, dass es ein Problem ist. Wie kommen eben die Daten in den Drucker. Und haben dann angefangen uns umzuschauen auf dem Markt. Es gibt einige 3-D-Scanner schon. Aber wir wollten einen der speziell unseren Anforderungen genügt, weil wir eben den Kunden oder auch Tiere in einem Bruchteil von Sekunden einscannen wollten", erzählt Heiko Weiß. Der Prototyp, und damit das Herzstück der 3-D-Produktion, ist der "Scandome". Der zeltähnliche Bau ist mit über 120 Industrie-Kameras ausgestattet. Doch wie funktioniert das mit dem Scannen? Heiko Weiß erklärt: "Es stellt sich jemand in das System rein, oder auch ein Tier, wir lösen dann aus. Haben am Ende über 120 verschiedene Bilder. Von allen möglichen Positionen aus. Diese werden dann verrechnet miteinander. Und letztendlich daraus ein 3-D-Modell überführt, das wir dann über einen 3-D-Drucker, je nach Kundenwunsch und letztendlich Größe und Material ausgegeben". Heraus kommen dabei detailgetreue Miniatur-Nachbildungen, gefertigt aus farbigem Gips oder auch aus anderen Materialien, wie beispielsweise Edelstahl. Auf Kundenanfrage sind sogar Figuren in silber oder gold möglich. Abgesehen von den Materialien läuft der Druck immer ähnlich ab: "Man hat ein Druckbett, in diesem Druckbett ist ein Gipspulver oder ein Metallpulver drin. Beim Gipspulver wird ein Harz aufgesprüht und das ist dann schon farbig, hat Farbpigmente drin. Dann senkt sich das Druckbett ab, es kommt die nächste Schicht Pulver drauf, es wird wieder besprüht und so weiter. Im anderen Fall mit dem Edelstahl, wird an Stelle von dem Harz ein Laserstrahl verwendet, wo dann das Metall schmilzt", schildert Thilo Brückner. Auch das ist möglich: extra dafür angefertigte Lampen setzen die kleinen Doppelgänger perfekt in Szene. Und aktuell arbeiten die Scanotec-Gründer schon an einem weiteren Projekt: "Wir sind momentan daran ein mobiles Scansystem zu entwickeln, das dann auch überall aufgebaut werden kann. Dieses Scan-System soll auch vertrieben werden. Das wird vermutlich ab Herbst soweit sein, dass wir dann in den Markt eintreten damit. Und wir sind natürlich trotzdem auch immer daran interessiert für unsere Kunden auch neue Produkte zu entwickeln. Wir bieten diese Figuren dann auch in neuen Materialien an", so Heiko Weiß. Eine 15 Zentimeter große Figur in farbigem Gips kostet für den Scan und den Druck, 245 Euro. Weitere Infos dazu finden sich auch unter: www.scanotec.de

Quelle: www.rtf1.de, Stand: 7.9.14


30.8.14

Pizza, Pasta und Pralinen – diese Leckereien gibt es aus dem 3D-Drucker

An Spielzeug, Ersatzteile, Designobjekte und sogar funktionsfähige Schusswaffen aus dem 3D-Drucker haben wir uns schon (fast) gewöhnt, jetzt beginnt ein neues Kapitel: Die ersten Lebensmitteldrucker sollen noch in diesem Jahr erhältlich sein. Heißt es also bald: Kochen ade, hallo Mahlzeit 2.0 aus der Druckerdüse? Ein ganz normaler deutscher Haushalt in der nahen Zukunft. Der Mann kommt von der Arbeit nach Hause und sagt: "Schatz, habe ich einen Hunger. Ist das Essen bald fertig?" Seine Gattin antwortet: "Gleich. Ich schmeiße nur eben den Küchendrucker an, dann ist es in ein paar Minuten ausgedruckt." Klingt komisch, wird sich aber in einigen Jahren so oder so ähnlich abspielen – zumindest wenn es nach den Vorstellungen von Unternehmen wie Natural Machines geht. Das Start-up mit Sitz in Barcelona scheint derzeit die Nase vorn zu haben. Noch in diesem Jahr will Natural Machines den ersten serienmäßigen Lebensmitteldrucker für private Haushalte in den Handel bringen. Der Name, den sich die Firma für das Gerät hat einfallen lassen, ist auf jeden Fall gelungen: "Foodini" heißt der knapp 1.000 Euro teure Zauberkasten, zusammengesetzt aus dem englischen "food" für "Essen" und dem Namen des wohl berühmtesten Magiers aller Zeiten, des Entfesselungskünstlers Harry Houdini. Optisch kann sich der Drucker ebenfalls sehen lassen, er könnte mit seinem stylischen Äußeren aus der Designschmiede von Apple stammen. Der "Foodini" arbeitet wie ein 3D-Drucker, der computergesteuert Kunststoff aus einer Düse feuert – nur dass in den Edelstahlzylindern des Lebensmitteldruckers Zutaten wie Teig, Soße oder püriertes Gemüse stecken. Bis zu fünf Zylinder sollen im Gerät Platz finden, ihren Inhalt ausspucken kann immer nur eine zurzeit. Beim Beispiel Pizza wäre dann zuerst der Teigboden dran, dann käme die Tomatensoße, anschließend der Belag und schließlich der Käse. Außer Pizza soll das Gerät beispielsweise auch Hamburger, Ravioli, Gebäck und Schokoladenkringel ausdrucken können – aber nicht erhitzen. Dafür muss ganz old fashioned der Backofen oder Kochtopf herhalten. Die Rezepte – oder muss man sagen Druckvorlagen? – sollen sich aus dem Internet beziehen lassen, Natural Machines will dafür eine eigene Online-Community aufbauen.

Der Chef für kunstvolle Zuckergebilde

Dem spanischen Essens-Zauberern dicht auf den Fersen ist das auf 3D-Druck spezialisierte US-Unternehmen 3D Systems. Die Firma hat bereits im Januar dieses Jahres auf der Computermesse CES in Las Vegas zwei Lebensmitteldrucker vorgestellt, die ebenfalls noch 2014 auf den Markt kommen sollen. Die Geräte namens "ChefJet" und "ChefJet Pro" sseln gar nicht sicher: Hierzu muss vor dem 3D-Druck allerdings ebenso das Schlsollen 5.000 beziehungsweise 10.000 Dollar kosten – umgerechnet sind das gut 3.700 respektive 7.4000 Euro. Viel Holz. Die Geräte sind aber auch weniger für den Einsatz in der privaten Küche als in Konditoreien, Cafés und Restaurants gedacht. Und dort sollen sie als Spezialisten für kunstvolles Zuckernaschwerk punkten. Nicht nur die Zielgruppe, auch die Funktionsweise der beiden "ChefJets" ist eine andere als beim "Foodini". Das US-Duo druckt nicht mit mehr oder weniger flüssigen Pasten und Breien, sondern mit Zucker, Milchpulver, Kakao, Vanille und anderen Süßwaren in Pulverform. Jeweils eine dünne Schicht davon wird von den Druckern auf eine Unterlage aufgetragen und dann mit einer Flüssigkeit besprüht, die das Pulver härtet. Weiter geht es mit der nächsten Schicht – und so fort. Das Ergebnis sind kunstvoll aufgetürmte Kreationen aus Naschwerk, die im Falle des "ChefJets Pro" in psychedelisch anmutenden Farbkombinationen leuchten können. Das kleinere und günstigere Modell, der „ChefJet“, druckt dagegen nur einfarbige Zuckerobjekte.

Püriert und wieder in Form gebracht

Auch ein Unternehmen aus Deutschland will im 3D-Druck von Lebensmitteln mitmischen. Die Bremerhavener Firma Biozoon hat sich auf Nahrungsmittel für Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden spezialisiert. Sie stellt aus pürierten Nahrungsmitteln "Smoothfood" her, das in eine gelartige Masse verwandelt wird und sich dann formen lässt. So kann beispielsweise ein zu Brei gemachtes Schnitzel fast wieder wie ein richtiges Schnitzel aussehen – gemäß dem Motto: Das Auge isst mit. Im Mund ergeht es dem "Smoothfood" dann wie dem Schaum eines Schokokusses – es zergeht im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge. Biozoon verkauft es an Altersheime und Pflegeheime, die Zubereitung der Speisen ist für das vor Ort tätige Personal aber sehr aufwendig. Den Ausweg aus dieser Misere soll der 3D-Druck bringen. Das Unternehmen arbeitet derzeit an einem entsprechenden Verfahren, kann nach eigenen Angaben bereits Schweinefleisch, Hühnerfleisch, Nudeln, Kartoffeln, Erbsen und Blumenkohl als "Smoothfood" ausdrucken, das sich in optischer Hinsicht kaum von "echtem" Essen unterscheidet. Probleme bereitet noch das Feintuning, der 3D-Drucker muss mit den unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Lebensmittel klarkommen. Mit einem praxistauglichen Lebensmitteldrucker aus dem Hause Biozoon ist daher nicht vor 2016 zu rechnen. ist eine andere als beim

Auch ein Unternehmen aus Deutschland will im 3D-Druck von Lebensmitteln mitmischen. Die Bremerhavener Firma Biozoon hat sich auf Nahrungsmittel fü

Gedruckte Mahlzeiten: Aller Anfang ist schwer…

Was soll man von den 3D-Druckern für Lebensmittel halten? Klar ist, die Technik befindet sich noch im Anfangsstadium, auf dem Gebiet wird noch viel passieren. Aber ob ein Gerät wie der "Foodini", der ausdrücklich für Otto-Normal-Drucker konzipiert ist, so wirklich sinnvoll ist – das erscheint dann doch fraglich. Wer mit ihm Essen zubereitet, muss die verschiedenen Zutaten zunächst zerkleinern, gegebenenfalls vorkochen, in Brei verwandeln und in die bis zu fünf Zylinder umfüllen – die anschließend auch wieder gereinigt werden müssen. Und wirklich fertig ist die Essenspampe nach dem Drucken auch nicht, sondern muss gekocht oder gebacken werden. Nach Küchenzauberei à la Houdini klingt das noch nicht.Foodini

Quelle: www.freenet.de, Stand: 7.9.14


Mann mit halbem Kopf erhält Schädel aus 3D-Drucker

Xi'an (China) – Ob der perfekte BH, Schuhe oder Weihnachtsplätzchen: Dass die 3D-Drucktechnik kaum Wünsche offen lässt, ist bekannt. Per Knopfdruck soll ein chinesischer Bauer nun sogar einen neuen Schädel bekommen. EINE MEDIZINISCHE SENSATION! Der Mann hat sich bei einem Sturz aus dem dritten Stock seines Hauses die linke Seite seines Kopfes eingedellt. Dieser Schönheitsfehler soll durch moderne Computer-Technologie behoben werden. Mit einem Titanium-Geflecht aus einem 3D-Drucker wollen Ärzte die Originalform des Kopfes wiederherstellten. Das Bauteil soll unter der Kopfhaut des Sturzopfers an den Schädel angefügt werden. Das berichtet metro.co.uk. Zuletzt hatte ein an Knochenkrebs leidender Chinese künstliche Wirbel aus dem 3D-Drucker erhalten, wodurch er wieder gehen konnte.

Quelle: www.bild.de, Stand: 7.9.14


29.8.14

Noa Raviv macht kunstvolle Kleider mit 3D-Druck

Die israelische Künstlerin, Noa Raviv stellt sehr kreative Kleidung vor, diese wurde mittels 3D-Drucker produziert. Die Künstlerin liebt logische und geometrische Formen, dabei hat sie einen Hang zum Chaos. Diese Kombination ermöglicht ihr spannende und komplexe Strukturen zu designen. Diese können wegen ihrer Komplexität nur von 3D-Druckern erstellt werden. Die Kombination von Technik und Design ist für Noa Raviv ein sehr anreizender Aspekt. Sie greift für den Designprozess auf Software, wie Photoshop, Illustrator, Rhino zurück. Hergestellt werden die Kleider von Stratasys Objet500 Connex3 Multi-Material 3D-Druckern.

Quelle: 3druck.com, Stand: 8.9.14


26.8.14

EC-Karten-Betrug mit 3d-gedruckten Covern

Auch in der Kriminalität findet die 3D-Druck-Technologie immer häufiger seine Anwendung. In Frankreich konnte schon wieder ein EC-Karten Betrüger dingfest gemacht werden, der mit 3d-gedruckten Covern eines herkömmlichen Geldautomaten mehr als 18.000 Euro erbeutete. Das Manipulieren von Geldautomaten an sich ist nichts Neues, der Einsatz von 3D Drucker in diesem Zusammenhang ist aber weniger die Regel. Dabei ist das sogar effizient, weil sie sich das passende und entscheidende Bauteil passgenau für den Geldautomaten bequem zu Hause ausdrucken können und sich so keinem erhöhtem Risiko auf anderen Märkten ausgeben müssen. Gegenüber Le Parisien (via dailymail) sagte die ermittelnde Polizeistelle: „Die gefälschten Bauteile waren von sehr guter Qualität, besser als das was wir normalerweise gewohnt sind.“ Der erste ist er damit aber nicht. Schon 2011 konnten Kriminelle mehr als 300.000 Euro mit einem ebenfalls im 3D Drucker entstandenen Cover ergaunern. Und 2013 waren es immerhin noch stolze 70.000 Euro. Über die Jahre gesehen schrumpft die Beute also eher, was vor allem der besseren Früherkennung geschuldet sein dürfte. Andererseits sind passgenauere Nachbauten aus dem 3D Drucker vielleicht auch ein Stück weit schwerer zu erkennen. Übrigens: Festgenommen werden konnte er nur, weil er die von seiner Hand manipulierten Geldautomaten mit seiner eigenen EC-Karte getestet hat.

Quelle: weblogit.net, Stand: 8.9.14


3D-Drucker als Ätz-Vorlage bei Platinen

Instructables User Mikey77 stellt uns eine neue Art vor etwas zu machen, bei dem wir noch nicht auf die Idee gekommen sind es anders zu machen. Bei der Art geht es um das Vorgehen bei dem Ätzen von Leiterplatten oder Platinen. Bis jetzt wurden die Platten mit einer lichtaktiven Flüssigkeit bestrichen und mit einer Vorlage der Leiterbahnen überdeckt, beleuchtet. Dabei ist ein dünner Film der Flüssigkeit auf der Platine erhalten geblieben. Diese wird als Ganzes in ein Säurebad getaucht und nur wo der Film besteht bleibt das Kupfer erhalten. Das war die herkömmliche Methode. Mikey ist darauf gekommen die Leiterbahnen mit einem 3D-Drucker auf die Platine zu drucken. Eine ganz dünne Schicht wird vom 3D-Drucker aufgetragen. Diese Schicht bleibt auch beim Ätzen erhalten. Zumindest so lange, bis das überflüssige Kupfer entfernt ist. Diese Technik kann auch auf flexible Leiterbahnen, wie im Titelbild, angewendet werden.

Quelle: 3druck.com, Stand: 8.9.14


22.8.14

Methode zum 3D-Druck von medikamentösen Implantaten

Forscher der Louisiana Tech University haben eine kostengünstige Methode entwickelt, um antibakterielle, chemotherapeutische Medikamente zur Implantation am 3D-Drucker, genau gesagt dem MakerBot Replicator 2, zu erzeugen. Antibiotische Implantate, sogenannte “beads”, sind kleine, aus einem Knochenzement-Antibiotika-Gemisch manuell hergestellte Implantate, die dem Patienten während einer OP eingesetzt werden. Der große Vorteil besteht darin, dass die Medikamente die Infektion lokal und exakt dosiert bekämpfen und nicht der gesamte Körper, insbesondere Nieren und Leber, durch eine hohe Dosis belastet wird. Der Nachteil dieser Methode ist es, dass zwar das enthaltene Medikament, nicht aber die perlenförmigen Implantate vom Körper absorbiert werden, und somit zu einem späteren Zeitpunkt wieder operativ entfernt werden müssen. Das Team der Lousiana Universität hat nun ein Filament Extruder System entwickelt, welches medizinische 3D-Druck Filmente herstellt und die aufwendige Prozedur eines Tages ersetzen können wird. Das eigens entwickelte Filament aus Bioplastik kann vom menschlichen Körper absorbiert werden und macht eine spätere Operation zur Entfernung der antibiotischen beads hinfällig.

Quelle: 3druck.com, Stand: 8.9.14


Werkzeuge aus dem 3D-Drucker

Es klingt noch nach Zukunftsmusik, doch im Arbeitsalltag bei Opel ist es längst Realität. Montagewerkzeuge aus dem 3D-Drucker werden im Produktionsprozess immer wichtiger. Das sechsköpfige Team um Virtual Simulation Engineer Sascha Holl druckt in Rüsselsheim Montagehilfen aus Kunststoff, die europaweit in der Fertigung genutzt werden sollen. Die in der Produktion schnell herstellbaren Hilfsmittel für die Montage des Adan und des neuen Adam Rocks kommen bereits in Eisenach zum Einsatz. Die Opel-Experten prophezeien den Elementen aus dem Drucker eine zunehmende Rolle. „In Zukunft werden immer mehr 3D-Montagewerkzeuge in den Produktionsprozess integriert werden“, sagt Sascha Holl. Bei der Produktion des Adam Rocks, der im September auf den Markt kommt, nutzen die Eisenacher Autobauer beispielsweise eine per 3D-Drucker gefertigte Montagelehre – also eine vorgegebene, feste Form – zum Anbringen des Fahrzeug-Schriftzugs an den hinteren Seitenscheiben. An der Windschutzscheibe kommt zudem eine gedruckte Einführhilfe zum Einsatz, die deren Montage vereinfacht und dabei hilft, sie exakt auszurichten. Weitere Werkzeuge aus dem Drucker dienen etwa dazu, die Chrom-Trittleiste an den Türen zu kleben und das serienmäßige Swing Top Stoff-Faltdach anzubringen. Insgesamt werden in Eisenach bereits rund 40 solcher Montagehilfen und -lehren eingesetzt. Die neuen Arbeitsmittel wurden bereits in der Entwicklungsphase des Fahrzeugs am Computer entworfen. „Das ermöglicht uns eine schnelle Anpassung der schränkungen wie bei der konventionellen Fertigungstechnik hinnehmen.“ Nur was die maximale Größe der herstellbaren Teile angeht, muss das Virtual Engineering Team in Rüsselsheim in die Trickkiste greifen: Durch eine ausgeklügelte Verbindungstechnik mehrerer kleiner Elemente ist es möglich, auch größere Teile anzufertigen. Beispielsweise eine Montagehilfe für Seitenschweller oder Heckspoiler. Beim 3D-Druck wird Kunststoff geschmolzen und die zu druckenden Teile schichtweise aufgebaut. Jede Lage ist einen 1/4 Millimeter dick; der Kunststoff ist leicht, robust und vielseitig einsetzbar. Hohlräume oder Überhänge werden vollautomatisch von der 3D-Software mit einem Füllmaterial ausgekleidet, das später in einer Art Spülmaschine weggewaschen wird. „Das ist vergleichbar mit dem Brücken- oder Balkonbau“, erklärt Holl. „Auch hier müssen hoch- oder vorstehende Elemente unterbaut und abgestützt werden, bis alles ausgehärtet ist. Erst dann wird das Traggerüst entfernt.“ Bisher wurden die in geringer Stückzahl in der Fertig- und Endmontage benötigten Montagelehren mit einer gefrästen Negativform und Harz aufwendig per Hand hergestellt. Dank des 3D-Drucks reduzieren sich bei solchen Hilfsmitteln nun die Fertigungskosten deutlich. Außerdem sind die gedruckten Arbeitsgeräte bereits nach rund acht Stunden einsatzbereit und um bis zu 70 Prozent leichter. Weiterer Vorteil: Die Hilfsmittel können mechanisch und chemisch bearbeitet, also beispielsweise gebohrt, gefräst, geschmirgelt, lackiert, geklebt oder mit verschiedenen Materialien verbunden und kombiniert werden. „Wir können die Werkzeuge sowohl auf die jeweilige Montagesituation, als auch anwendergerecht auf den Fertigungsmechaniker abstimmen“, erklärt Holl. So ist etwa eine ergonomische Anpassung in einigen Minuten am PC vorgenommen. Mittlerweile profitieren auch der Insignia und das Cabriolet Cascada von den Werkzeugen aus dem 3D-Drucker. Die Anwendung soll sukzessive auf weitere Opel-Modelle ausgeweitet werden. Unter anderem werden im neuen Corsa, dem Vivaro und dem Mokka, der ab der zweiten Jahreshälfte in Saragossa vom Band rollt, Hilfsmittel aus dem 3D-Printer Einsatz finden. Damit will Opel auf diesem Gebiet eine führende Rolle im GM-Konzern spielen.

Quelle: www.werkzeug-news.de, Stand: 8.9.14


Fraemes App: Eigene Smartphone-Hüllen drucken

MakerBot hat eine neue Web-App veröffentlicht, mit der man auf einfache Art und Weise eigene und individuelle Smartphone-Hüllen entwerfen und direkt im Anschluss ausdrucken kann. Sie nennt sich „Fraemes“ und wurde im Zuge des noch relativ jungen MakerBot Developer Programms entwickelt, aus dem schon die iPad-App „Modio“ entsprungen ist. Mit dieser können iPad-User 3D-Modelle konzipieren und direkt ausdrucken. Vorgestellt hatte ich diese an dieser Stelle schon einmal. Mit Fraemes ist es hingegen möglich, eigene Smartphone-Hüllen zu kreieren und auszudrucken. Einen eigenen 3D Drucker braucht man dafür nicht unbedingt. Wer will kann das eigens entworfene 3D-Modell auch online in Auftrag geben und bekommt es per Post nach Hause geschickt. Verwendet werden dabei vorgefertigte Rahmen, die die richtigen Maße für das jeweilige Smartphone besitzen. Lediglich das Innere kann selbst gestaltet werden. Mit der App erweitert MakerBot erneut das eigene Eco-System, wodurch nur Besitzer eines MakerBot 3D Druckers direkten Zugang zu der Web-App haben. Wer das entworfene Case zu Hause ausdrucken möchte, kann die Dateien in die MakerBot Cloud laden und von dort aus den Druckauftrag an den eigenen Drucker senden.

Quelle: weblogit.net, Stand: 8.9.14


19.8.14

3D-gedruckte Insekten und Spinnentiere

Der in einer russischen Kleinstadt lebende 3D Künstler Sergey Kolesnik kreierte einen 3D-gedruckten Skorpion. Eigentlich hatte Kolesnik studiert um Anwalt zu werden, hat aber seine Faszination für die 3D Technologie entdeckt. Der Spielzeug-Skorpion mit beweglichen Teilen soll nur sein erstes Werk gewesen sein, denn er plant das Modellieren und Drucken von weiteren Insekten und Spinnentieren. Ausgedruckt hat er sein Projekt auf einem Ultimaker 2 3D-Drucker.

Quelle: 3druck.com, Stand: 8.9.14


Druck dich selbst als “Gummibär”Gummib

In dem FabCafe im Stadtteil Shibuya in Tokio können Kunden einen “Gummibär” kreieren, für den sie selbst Modell stehen. Mithilfe eines 3D-Scanners wird ein 3D-Modell der Person angefertigt und mit der Software Freeform von Geomagic nachbearbeitet. Am 3D-Drucker werden anhand dieser Daten Silikongussformen hergestellt. Hat man seinen Lieblingsgeschmack gewählt, wird die Masse in die Form gegossen und muss dann nur noch aushärten. Man erhält eine detailgetreue Figur die noch dazu vernascht werden kann.

Quelle: 3druck.com, Stand: 8.9.14


Mit der AirEnergy3D zum eigenen Stromproduzenten werden

Die mobile Windturbine erzeugt 300 Watt, muss aber vorher mit einem 3D-Drucker hergestellt werden. Elektronische Teile und 3D-Modelle liefert der Hersteller Omni3D und sucht per Kickstarter Unterstützer für die eigenwillige Anlage. 3D-Drucker revolutionieren die Produktion und ermöglichen die Herstellung von Alltagsgegenständen in privater Hand. Das ist zumindest die Vision, die der Trend ausgelöst hat. Was 3D-Drucker alles möglich machen, zeigt auch das Projekt AirEnergy3D der polnischen Firma Omni3D. Ihr Produkt AirEnergy3D ist eine mobile Windturbine aus dem 3D-Drucker, die sich auf dem Dach und Balkon aufstellen oder mit zum Camping nehmen lässt. Die Windturbine produziert 300 Watt, die sofort verwendbar sind oder in einer Batterie gespeichert werden können. Die Windturbine kostet in der günstigsten Variante derzeit 299 britische Pfund, das entspricht rund 374 Euro. Inbegriffen ist das AirEnergy3D Basic Kit x1, eine personalisierte Thank you-Trophäe aus dem 3D-Drucker sowie ein Dankeschön-Anruf. Das Basic Kit enthält elektronische Teile, die nicht gedruckt werden können, sowie 3D-Modelle jedes Geräteteils. Damit ist eine Personalisierbarkeit der Windturbine vor dem Druck möglich. Das Ziel der Kickstarter-Kampagne ist es, 19.000 britische Pfund einzusammeln. Mit dem Geld will Omni3D das Design verbessern und die Produktion der Windturbinen vorbereiten. Pro 2.500 eingesammelten britischen Pfund soll zudem eine Windturbine mit bereits ausgedruckten Propellern nach Afrika versendet werden. Dafür arbeitet Omni3D mit mehreren Organisationen zusammen.r die eigenwillige Anlage. 3D-Drucker revolutionieren die Produktion und erm

Quelle: www.netzwelt.de, Stand: 8.9.14


15.8.14

Bioprinting: Forscher bilden Gehirngewebe im 3D Drucker nach

Das Gehirn ist mit seiner Komplexität nach wie vor eines der wichtigsten, gleichzeitig aber auch eines der am wenigsten verstandenen Gewebe in unserem gesamten Körper. Wir haben eindeutig anderes Gewebe in unserem Körper, dass weitaus einfacher im 3D Drucker nachgebildet werden kann. Um es bspw. für die Forschung oder Verletzungen zu verwenden. Hinsichtlich der Nachbildung von Gehirngewebe klappte das bislang nur teilweise. Einem Forscherteam der Tufts Universität in Massachusetts ist jetzt Durchbruch gelungen. Im Labor konnten sie mittels 3D-Druck-Technologie erstmals ein künstliches Gehirngewebe „erschaffen“, das länger als 1 Tag existiert. In vorherigen Studien starben die organischen Zellen schon nach wenigen Stunden. An dem neuen Gewebe forschen sie jetzt aber schon mehrere Monate, was ein wahnsinniger Erfolg ist. Noch bedeutet wichtiger ist jedoch, dass das künstliche Gewebe aus dem 3D Drucker bei Verletzungen mit biochemischen und elektrophysiologischen Ergebnissen reagiert. Es entwickelte neurologische Aktivitäten, die denen eines menschlichen Gehirns sehr ähneln. Die Forscher hoffen nun, dass dieses 3d-gedruckte Gehirngewebe dazu beitragen kann, herauszufinden wie ein Gehirn auf mechanische Verletzungen reagiert und antwortet. Mit diesem künstlichen Gehirngewebe können sie Forschung in „Echtzeit“ betreiben, ohne zum Beispiel Tiere dafür quälen zu müssen. Inwiefern es ihnen gelingt in Zukunft verletztes Gehirngewebe, durch neues im 3D Drucker nachgebildetes Gewebe zu ersetzen, ist noch Zukunftsmusik. Zu hoffen wäre es aber. Weitere Details könnt ihr dem beiliegenden PDF entnehmen.

Quelle: weblogit.net, Stand: 8.9.14


Körperteile aus dem 3D-Druck als neue Chance für Medizin dritter Welt Länder?

Wissenschaftler und Forscher der University of Monash haben mit einem Programm namens "3D Printed Anatomy Series" eine Reihe von 3D-Modellen entwickelt, die echten menschlichen Körperteilen täuschend ähnlich sehen. Bänder, Sehnen, Muskeln und Knochen lassen sich mit einem 3D-Drucker fast realistisch genau nachbilden. Dafür werden Körperteile echter Menschen mit Hilfe von Computertomograph oder einem Oberflächenlaserscanner eingescannt und digital für den 3D-Druck vorbereitet. Besonders in Entwicklungsländern oder Ländern mit religiösen, kulturellen Hindernissen ist der Umgang mit Leichen in der Anatomieausbildung problematisch. Auch Kosten spielen eine große Rolle. Die Modellserie der Monash Universität bietet für Dritteweltländer möglicherweise eine gute Alternative.

Quelle: www.shortnews.de, Stand: 8.9.14


13.8.14

Kopfhörer aus dem 3D-Drucker - Schluss mit unbequemen Stöpseln!


Oft drücken die gängigen Kopfhörer aber schmerzhaft. Doch jetzt gibts massgeschneiderte Modelle aus dem 3D-Drucker. Und wieder ein Crowdfunding-Projekt, das aufhorchen lässt: Die Firma OwnPhones hat bei Kickstarter.com über eine halbe Million Dollar eingenommen, und das bereits elf Tage vor Ablauf der Sammelaktion. Angestrebt waren 250’00 Dollar. Das zeigt: Die passgenauen Kopfhörer, die das in San Diego beheimatete Unternehmen herstellt, stossen auf Interesse. OwnPhones nutzt für die Herstellung neuste Technologie: Der Kunde fotografiert sein Ohr und schickt das Foto über eine App an die Firma. Dort wird anhand des Fotos ein virtuelles Modell der Ohrmuschel hergestellt. Dieser Form entsprechend wird der Kopfhörer anschliessend am 3D-Drucker ausgedruckt – massgeschneidert. Der Kunde kann ausserdem zwischen verschiedenen Materialien, Stilen und Farben wählen. Es gibt simple Modelle, aber auch Designer-Ausgaben sowie Kopfhörer, die wie Ohrschmuck aussehen. Gemäss Hersteller sind insgesamt 10’000 verschiedene Kombinationen möglich. Die OwnPhones sind kabellos und lassen sich via Bluetooth mit dem Handy oder dem Musikplayer verbinden. Dadurch, dass sie genau passen, werden normale Geräusche von aussen stärker gedämpft als bei herkömmlichen Modellen. Ein zusätzliches Feature, das sogenannte Soundscaping, soll ausserdem lautere Geräusche blocken. Allerdings lässt sich der Kopfhörer über die App so einstellen, dass er erwünschte Geräusche, wie zum Beispiel einen Weckeralarm oder die Stimmen von Freunden, durchlässt. Bei einigen Modellen ist ausserdem ein LED-Licht eingebaut. Dieses kann rot oder grün leuchten und so anzeigen, ob der Kopfhörer-Träger gestört werden darf oder nicht. Die Kopfhörer können jetzt bei Kickstarter für umgerechnet 135 Franken vorbestellt werden. Im März kommen sie in den Handel. Der Preis wird dann gemäss Schätzungen bei umgerechnet etwa 270 Franken liegen. (gsc)

Quelle: www.freenet.de, Stand: 7.9.14


12.8.14

Ultra-leichter & einzigartiger Fahrradrahmen aus dem 3D Drucker

Was ist das denn? Dieser Fahrradrahmen ist wahrhaftig einzigartig und selbst für erfahrene 3D-Druck-Enthusiasten etwas Besonderes. Entworfen wurde er von dem australischen Industriedesigner, Student und Forscher James Novak. Dieser hat erst vor ein paar Monaten die 3D-Druck-Technologie für sich entdeckt und insgesamt 150 Stunden damit verbracht, diesen Rahmen zu entwickeln. Der Rahmen, der nur ein paar Gramm wiegt, besteht komplett aus einem lackierbaren Harz und wurde als Endprodukt von i.materialise im 3D Drucker gefertigt. Ausgestellt wurde der Rahmen dann erstmals im Juni auf einer Messe in Brisbane in Australien. Interessant ist, dass er nicht das Modellieren des Rahmens am Rechner für den kompliziertesten Part der Entwicklung hielt, sondern die Zeit und Energie, die notwendig war um herauszufinden was mit 3D Druck alles möglich ist. Auf die Idee kam er erst, als er sich zum Ziel gesetzt hat individuelle Sportartikel für Jedermann zu kreieren. Als Modellierungssoftware setzt er hauptsächlich die Suite von SolidWorks ein. Sofern ihm sein Studium das erlaubt, will er diesen Rahmen in Zukunft in wenigen Stückzahlen sogar verkaufen. Vorwiegend im Internet sollen dann Interessierte über seine (noch nicht fertige) Website edditive.com ein Exemplar erwerben können. Mit seiner Idee, einen Fahrradrahmen im 3D Drucker herzustellen, steht er längst nicht allein da. Hier und hier hatten wir bereits von anderen Exemplaren berichtet.

Quelle: weblogit.net, Stand: 8.9.14


10.8.14

Ingenieur aus Neuseeland überrascht mit Saxophon aus 3D-Drucker


Es besteht zum Großteil aus Plastik und wiegt nur 575 Gramm: ein Saxophon, das der Neuseeländer Olaf Diegel mit dem 3D-Drucker hergestellt hat. Doch der Sound muss noch etwas geschmeidiger werden, bevor er das Instrument stolz neben sein gedrucktes Schlagzeug und die gedruckte Gitarre stellt. Zufrieden ist der neuseeländische Ingenieur Olaf Diegel mit dem Testmodell aus Nylon noch lange nicht. Denn für seine Ohren klingt es weniger lebendig als ein metallischer Körper. Der Professor für Produktentwicklung an der Universität Lund in Schweden will den Sound optimieren, einen Tick lauter und geschmeidiger hinbekommen. Dazu will er unter anderem die Tasten mit Abständen und Spannung neu gestalten. Diegel experimentiert schon lange mit Musikinstrumenten aus dem 3D-Drucker. Schlagzeug, E-Piano und Gitarren hat er bereits gebaut. Das alles mal mehr, mal weniger vollständig mit gedruckten Plastikteilen. Auch sein erstes Saxophon-Modell hat ein paar Metallteile wie Federn und Schrauben und ein konventionelles Mundstück. Diegel nimmt an, dass der 3D-Druck das traditionelle Fertigungsverfahren auch in Zukunft nicht ganz ersetzen kann. Aber die additive Fertigung eröffnet neue Möglichkeiten. Durch den 3D-Druck kann man zum Beispiel ein ganz neues Design krendische Ingenieur Olaf Diegel mit dem Testmodell aus Nylon noch lange nicht. Denn f

Quelle: www.blick.ch, Stand: 8.9.14