8.10.14

Visko-elastische Eigenschaft von LAYFOMM Filament – Der Schwamm aus dem 3D-Drucker

Kai Parthy von CC-Products in Köln, hat an der Weiterentwicklung seines PORO-Lay Filaments für den FFF 3D-Drucker gearbeitet und erklärt im folgenden Gastbeitrag, wie er dabei auf neue Verwendungsmöglichkeiten gestoßen ist.
Hallo 3Druck-Leser,
während des gruseligen Sommers in Europa habe ich mich in meinem Labortatorium hauptsächlich mit der Weiter-Entwicklung der POROLAY-Filament-Serie beschäftigt. Das sind die 3D-Drähte, die erst nach dem Drucken ihre kuriosen Eigenschaften zeigen, nämlich nachdem man das Print-Objekt in Wasser gespült hat. Bei der Suche nach Verwendungsmöglichkeiten von Layfomm stieß ich bei meinen Tests, die Zeit, die man braucht um Layfomm mit Wasser auszuspülen, zu verringern, auf eine nicht gekannte Eigenschaft des Materiales. Trocknet man Layfomm, nachdem man es nur unvollständig gespült hat (also wasserlösliches Polymer verbleibt in den Poren des gedruckten Objektes), so ist das Material zwar schon elastisch, aber das Rückfedern geschieht mit erheblicher zeitlicher Verzögerung, wobei eine Dämpfung stattfindet. Das nennt man Visko-Elastizität. Physikalisch gesehen, ist das eine Kombination aus einer Feder und einem Stoßdämpfer (wie beim Fahrwerk eines Autos). Der Dämpfer absorbiert Energie, die Schwingung wird verringert, bis sie gleich Null ist. Im Video gut zu sehen ist der Vergleich zu einem nicht gedämpften Material (ein gummi-elastisches Polyurethan), welches sofort und ohne “delay” zurückfedert. Die visko-elastsiche Eigenschaft von Layfomm kann man steuern, indem man das Verhältnis von elastischen Polymeren und hochviskosen Materialien im gedruckten Objekt verändert. Denkbar ist hier, die Poren des gespülten Druckobjektes entweder unvollständig auszuspülen oder wieder aufzufüllen zB mit Lösungen aus Salzen, Ölen, Glyzerin, in Verbindung mit Lösungsmitteln, hier darf der Forscher frei sein. Denkbar sind Anwendungen wie Speicherung von kleinen Mengen mechanischer Energie, Schwingungsdämpfung in feuchter und kpl. wässriger Umgebung, für künstliche Stützstrukturen, Dämpfungs-Elemente in den Zwischen-Sohlen von Schuhen , Umwandlung schneller in langsame Bewegungen, etc. Das Famose an Layfomm 40 jedoch ist, auch noch eine ganz handfeste Verwendung für den > maker at home < zu ermöglichen. Als Beispiel habe ich einen wohlbekannten Schwamm im Design-Programm gezeichnet und ausgedruckt. Nach zwei Tagen im Wasserbad war Bob der Schwamm dann fertig. Im Video und Bildern sind die Schritte zu seiner Entstehung kurz gezeigt.

POROLAY-Serie: Bisher gibt es die Filamente LAYFOMM 40/60 und GELLAY schon bei einigen Händler zu kaufen. Ich werde aber demnächst (soweit alles gut geht) beginnen, auch noch LAYTEKKKS zu produzieren, welches weniger weich und elastisch ist, nachdem man es in Wasser gespült hat, sondern eher eine filzartige Struktur besitzt. Diese ist, wenn getrocknet, sehr fein und fühlt sich ein wenig wie Papierflies oder Tuch an. Dünn gedruckt, also nur wenige Layer dick, ist es biegsam wie Stoff und saugt auch Farbe auf, lässt sich mit Stiften beschriften oder auch bestempeln. Stempeln: ist ein kleiner Hinweis auf meine uralt-analog-Erfindung aus den Neunzigern: >>> Hack Your Stamp <<< wirklich jeden Stempel zu Hause selbermachen (gibts beim online-händler-bay)
Schöne Grüße von Kai Parthy

Quelle: 3druck.com, Stand: 23.10.14


27.9.14

UV-beständiger Thermoplast für den 3D-Druck

Stratasys hat mit ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylester) sein neues thermoplastisches Material für FDM-3D-Drucker präsentiert. ASA ist ein universell einsetzbares Material für die Herstellung von Prototypen, Fertigungswerkzeugen und Endprodukten. Hersteller in der Automobil-, Elektronik-, Werbe-, Sportartikel- und Bauindustrie können von den Vorteilen der UV-Beständigkeit, Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit von ASA profitieren. Zu den Anwendungsbereichen gehören Prüflehren und Montagevorrichtungen, Elektroinstallationsdosen, Werkzeuge für den Außenbereich und Reisemobile. Der Thermoplast ASA ist kompatibel mit den 3D-Systemen Fortus 360mc, 400mc und 900mc der Production-Serie von Stratasys. Mit seiner UV-Beständigkeit übertrifft er die Möglichkeiten von ABS, d. h., Bauteile, die über längere Zeit direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind, behalten ihre Form und Farbe. Im Vergleich zu ABS stellt das 3D-Druckmaterial mit seiner matten Oberfläche Details, wie beispielsweise gedruckten Text und andere Merkmale, sehr viel besser dar. Der neue Thermoplast ist in den Farben Schwarz und Elfenbein verfügbar. Es ist kompatibel mit dem Stratasys-Stützmaterial SR-30 und bewegt sich im gleichen Preissegment wie ABS. (qui)

Quelle: www.konstruktionspraxis.vogel.de, Stand: 27.9.14


11.9.14

Nylon Pulver von taulman3D für SLS 3D-Drucker

Taulman3D bringt Nylon 618-s, ein Pulver für Selective Laser Sintering (SLS) 3D-Drucker auf den Markt. Lange Zeit waren SLS 3D-Drucker großen Unternehmen vorbehalten. In den letzten Monaten aber wurden immer mehr leistbare Geräte präsentiert, wie zB Ice1 und Ice9 von Norge sowie Sharbots SnowWhite und Sintratec. Taulman3D ist auf diesen Zug mit aufgesprungen und stellt Nylon 618s, welches eine Pulver-Version des Nylon 618 Filaments für FFF 3D-Drucker ist, vor. Als Nylon 618s im Februar diesen Jahres der Developer Community vorgestellt wurde, war es innerhalb von 4 Wochen ausverkauft. Nach Weiterentwicklung des Materials durch das Feedback der 3D-Druck Community hat das Unternehmen das Nylon Pulver jetzt offiziell auf den Markt gebracht.

Quelle: 3druck.com, Stand: 11.9.14


6.9.14

3D-Druckermaterial von Verbatim

Die Mitsubishi-Tochter Verbatim steigt in das Geschäft der M-Disc und der 3D-Druckermaterialien ein. Die M-Disc wird zunächst nur vertrieben, und für 3D-Drucker will Verbatim demnächst ein drittes Material anbieten. Verbatim versucht zwei neue Geschäftsfelder für sich zu erschließen. Der für Datenträger bekannte Hersteller hat bereits damit angefangen, 3D-Drucker-Material in den Fachhandel zu bringen. Im Angebot sind derzeit PLA und ABS. Ein drittes Material soll demnächst folgen. Verbatim nennt es Primalloy. Im ausgedruckten Zustand ist das Material vor allem sehr flexibel. Ein von uns angefasstes Primalloy-Modell hatte eine gummiartige Konsistenz. Es ließ sich verbiegen und nahm anschließend die alte Form wieder an, ähnlich wie gummibasiertes Spielzeug. Laut Verbatim ist Primalloy leichter als ABS und PLA. Ein genaues Datum für den Verkauf von Primalloy konnte Verbatim noch nicht nennen. Zum Preis sagte das Unternehmen nur, dass Primalloy teurer sein werde als die eigenen ABS- oder PLA-Rollen. [...]

Quelle: www.golem.de, Stand: 7.9.14


5.9.14

FilaOne – neues Filament von Avante Technology

Seit Kurzem ist das von Avante Technology entwickelte Filament “FilaOne” erhältlich. Dieses wurde speziell für Desktop 3D-Drucker optimiert und kommt mit einer dazugehörigen Druck-Haftplatte. Laut Hersteller soll FilaOne belastbarer und widerstandsfähiger als herkömmliches ABS oder PLA Filament sein und es kommt zu keiner unangenehmen Geruchsentwicklung während des 3D-Drucks. Weiters hält das teils biologisch abbaubare Material Feuchtigkeit und übermäßiger Nässe stand. FilaOne GREEN ist erhältlich in den Stärken 3mm und 1,75mm. Pro Kauf einer 1kg Spule erhält man zwei FilaOne Druckplatten dazu, welche das optimale haften des Ausdrucks garantieren.

Quelle: 3druck.com, Stand: 7.9.14


15.8.14

OmNom Project: Filament aus recyceltem Plastik

Michael Howland und seine Frau Mary Beth haben ein Gerät entwickelt, dass 3D-Druck für alle erschwinglich machen könnte. Die Beiden sind Gründer des OmNom Project, dessen Ziel es ist alle möglichen Plastikobjekte in Filament zu recyceln. Vorgestellt werden soll OmNom bei der Maker Faire in New York und danach wird das Gerät auf Kickstarter erhältlich sein. Preislich soll es zwischen $ 1500 und $ 2000 liegen. Von Plastikflaschen über -taschen und missglückte Ausdrucke soll alles zu 1.75 bzw 3 mm Filament verarbeitet werden können. Das gemahlene Material wird in einer Lade gesammelt und kann danach zur weiteren Verarbeitung in den Extruder geschüttet werden. Laut Howland braucht man 267 Plastikeinkaufstaschen um eine Spule 3D-Drucker Filament zu erzeugen.

Quelle: 3druck.com, Stand: 8.9.14